Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
08 06 2017
Trotz Neubau Wohnraummangel in Berlin

Laut Bevölkerungsprognosen ist die Bundeshauptstadt auf dem Weg zur Vier-Millionen-Metropole. Die ununterbrochene Zuwanderung bringt eine verstärkte Wohnraumnachfrage mit sich, der die Stadt kaum standhalten kann. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wurden im vergangen Jahr mehr als 13.500 Wohnungen in der Hauptstadt fertiggestellt. Das ist zwar eine erfreuliche Entwicklung, denn dies sind etwa ein Viertel mehr Wohnungsfertigstellungen als im Vorjahr. Trotzdem bleiben die Zahlen noch immer weit hinter dem tatsächlichen Bedarf von 20.000 Wohnungen pro Jahr.

Stärkste Entwicklung in Treptow-Köpenick

Mit mehr als 2.700 Neubauwohnungen wurden im südlichen Stadtteil Treptow-Köpenick im vergangenen Jahr die meisten Wohneinheiten geschaffen, gefolgt von Mitte mit etwa 2.200 Wohnungen. Den letzten Platz der Statistik belegt Spandau, mit lediglich rund 330 neuen Wohneinheiten. Allen Bezirken ist jedoch gemeinsam, dass der tatsächlich umgesetzte Neubau hinter dem Bedarf zurückbleibt. Wer bereit ist, lange Arbeitswege in Kauf zu nehmen, zieht deshalb inzwischen häufig ins Umland. Dennoch bleibt der Druck auf dem Berliner Wohnungsmarkt hoch.

Neue Stadtviertel gegen den Wohnungsmangel

Ein weiterer Grund für den Wohnraummangel ist das Fehlen von geeignetem Baugrund. So hält die Studie des IW fest, dass allein mit Nachverdichtung und der Bebauung von Brachflächen die Nachfrage nicht gedeckt werden kann. Um zusätzlichen Platz für die Projektrealisierung zur Verfügung zu stellen, könnten neue Stadtviertel Abhilfe schaffen und den Markt langfristig entspannen. Bei der Schaffung neuer Stadtteile muss allerdings darauf geachtet werden, dass dort mehr Geschosswohnungen als Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden – um einer neuen Fehlkalkulation von Beginn an entgegenzuwirken.