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accentro-hitzigallee
30 04 2015
Private Vermieter setzen auf Beständigkeit

Keine Anlageform ist bei den Deutschen derzeit so beliebt wie die Immobilie. Die Gründe dafür sind die niedrigen Zinsen für Hypothekenkredite, der Mangel an sicheren Anlagealternativen und die attraktiven Renditeaussichten. Vor allem Eigentümer von Vermietungsobjekten erzielen der allgemeinen Auffassung nach eine hohe Rendite durch die monatlichen Mietzahlungen, die gegebenenfalls sogar steigerungsfähig sind. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Gerade privaten Vermietern ist ein langfristiges Mietverhältnis viel wichtiger als eine möglichst hohe Rendite. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Vermieterbefragung vom Eigentümerverband Haus & Grund. Hierfür wurden Angaben zu 6.500 Wohnungen von insgesamt 2.100 privaten Vermietern ausgewertet und diese scheinen ihre Mieter nur selten mit einer Mieterhöhung konfrontieren zu wollen: Bei 48 Prozent der erfassten Mietverhältnisse gab es seit Vertragsschluss keine Mietpreissteigerung. Nicht selten betrifft das auch langjährige Mietverhältnisse. Die Vermietungsdauer privater Vermieter liegt laut Studie im Bundesdurchschnitt bei 11,7 Jahren. Des Weiteren gaben 27 Prozent der befragten privaten Vermieter an, ausschließlich bei einem Mieterwechsel eine höhere Miete zu verlangen.

Mieten privater Eigentümer liegen im Schnitt unter ortsüblichen Vergleichsmieten

In der Regel sind die Wohnungen, die von privater Hand vermietet werden, günstiger als Wohnungen von großen Gesellschaften oder institutionellen Investoren: Der Studie zufolge liegen die Mietpreise, die private Eigentümer fordern, im Durchschnitt 0,3 Prozent unter den ortsüblichen Vergleichsmieten. Besonders profitieren Mieter, die ein langjähriges Mietverhältnis mit ihrem privaten Vermieter eingehen. Denn je länger ein Mietverhältnis besteht, desto niedriger ist der Mietpreis im Vergleich zur ortsüblichen Vergleichsmiete, da die Mieten in vielen Regionen Deutschlands steigen. Im bundesweiten Durchschnitt zahlen Mieter in den ersten beiden Jahren nach Vertragsabschluss knapp acht Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete. Doch bereits nach fünf bis zehn Jahren sparen sie im Vergleich 1,5 Prozent ein. Und nach 20 bis 30 Jahren liegt ihre Miete sogar acht Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Private Vermieter: Modernisierungsquote lag 2013 bei 3,8 Prozent

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Private Vermieter schrecken nicht vor Modernisierungsmaßnahmen zurück. 2013 haben 3,8 Prozent der Befragten Modernisierungen durchgeführt, im vergangenen Jahr waren es immerhin noch 2,7 Prozent. Dabei wurden entweder Komplettmodernisierungen vorgenommen oder die energetische Beschaffenheit der Wohnung wurde verbessert, indem Heizung, Fenster, Dach oder bestimmte Gebäudeteile erneuert wurden.