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14 03 2019

Preise im Umland der Metropolen mit kräftigem Plus

In den deutschen Großstädten sind die Preise auf dem Wohnungsmarkt auch 2018 kräftig gestiegen. Insbesondere die Metropolen verzeichneten erneut ein hohes Plus – um 9,6 Prozent (Düsseldorf) bis 15,2 Prozent (Berlin) verteuerten sich Eigentumswohnungen in den sieben A-Städten gegenüber dem Vorjahr, wie das aktuelle Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen ergibt.1 Der Angebotsmangel sowie die hohe Nachfrage führen zu einem weiterhin hohen Preisdruck in den Ballungszentren. Deshalb ist es kein Wunder, dass auch und gerade die Städte im Umfeld der Metropolen profitieren und höhere Preise verzeichnen. Darauf macht ein aktueller Bericht der Bundesbank aufmerksam.2

Dass sich vermehrt auch kleinere Großstädte unter die Orte mit den stärksten Steigerungen einreihen, liegt demnach an dem mittlerweile hohen Niveau und der geringen Verfügbarkeit von Wohnraum in den Metropolen. Viele Menschen hätten es inzwischen aufgegeben, direkt in München, Hamburg, Stuttgart oder Berlin zu suchen, und wichen deshalb nach außerhalb aus.
 

Ausweichbewegungen aufgrund hoher Preise

Diese Tendenz wird auch im Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen des Branchenverbands Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) deutlich. So profitierten beispielsweise Städte wie Augsburg und Ingolstadt sowie Heilbronn von der guten Infrastruktur der Nähe zu den Metropolen München beziehungsweise Stuttgart – und landen dadurch unter den neun Städten mit dem deutlichsten Mietanstieg.3

Damit bestätigt sich ein Bild, das bereits der 11. ACCENTRO Wohneigentumsreport im Herbst 2018 ergeben hatte. Im Sog des Wachstums in Metropolen wachsen demnach auch die Preise in den umliegenden Großstädten deutlich.4 So verzeichnete Offenbach zwischen 2012 und 2017 ein Plus bei Eigentumswohnungen von 90,7 Prozent, in Darmstadt stiegen die Preise im selben Zeitraum um 68,1 Prozent und in Potsdam um 40,1 Prozent.
 

München nicht mehr teuerster Mietmarkt

Starker Indikator für Preiszuwächse ist also die Nähe zu Metropolen. Dementsprechend haben neben den Kaufpreisen auch die Mieten in Umlandgemeinden bereits deutlich angezogen und die Metropolen selbst sogar teilweise übertroffen. Nach einer Auswertung des Forschungsunternehmens F+B, der 350 Mietspiegel als Grundlage dienten, befinden sich unter den zehn Städten mit den höchsten ortsüblichen Vergleichsmieten nur zwei Metropolen.

Der Auswertung zufolge hat der 22.000 Einwohner zählende Münchner Vorort Karlsfeld (Landkreis Dachau) der bayrischen Landeshauptstadt sogar den seit 1998 gehaltenen Rang als Ort mit der teuersten Durchschnittsmiete Deutschlands abgelaufen. 10,62 Euro betrage die Kaltmiete für eine 65 Quadratmeter große Wohnung in mittlerer Lage und mit mittlerem Wohnwert dort inzwischen. In der Metropole selbst liege dieser Wert bei 10,45 Euro.5


1 www.zia-deutschland.de/pressemeldung/fruehjahrsgutachten-2019-staedten-droht-abwanderung-von-unternehmen
2 www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-preise-steigen-im-umland-der-staedte-besonders-stark-bundesbank-a-1253814.html
3 www.sueddeutsche.de/wirtschaft/immobilienpreise-deutschland-1.4336544
4 www.accentro.ag/presse/pressemeldungen/detail/announce/11-accentro-wohneigentumsreport-eigentumswohnungen-in-deutschland-ruecklaeufige-verkaufszahlen-bei-weiterhin-steigenden-preisen
5 www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mieten-in-deutschland-so-teuer-ist-wohnen-laut-mietspiegel-a-1253832.html