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accentro-hitzigallee
27 02 2014
Leerstandsquote sinkt erneut – Neubau wird dringend erforderlich!

Lange Schlangen bei Besichtigungsterminen – das kennen mittlerweile viele Wohnungssuchende in Deutschland. Der Grund dafür: Es gibt immer weniger freie Wohnungen im Bestand und der Neubau kann die steigende Nachfrage nicht auffangen. 2012 hat sich der Leerstand in der Bundesrepublik erneut verringert - das ist das Ergebnis des aktuellen Leerstandsindex, den der Makler CBRE und das Forschungsinstitut empirica erstellt haben.

Demzufolge standen Ende 2012 rund 3,3 Prozent aller Geschosswohnungen in Deutschland leer. Dies entspricht 688.000 Einheiten im ganzen Land, die unmittelbar vermietbar oder mittelfristig aktivierbar sind. Zum Ende des Jahres 2011 waren noch etwa 720.000 Wohnungen unvermietet. Demnach ist die Leerstandsquote zum sechsten Mal in Folge gesunken – in München sogar auf gerade einmal 0,5 Prozent. Die Ergebnisse der Untersuchung von CBRE und empirica basieren auf den Bewirtschaftungsdaten von CBRE sowie auf Analysen und Schätzungen der Angaben aus der empirica-Regionaldatenbank und des Statistischen Bundesamtes. Dabei wurden nur Wohnungen berücksichtigt, die tatsächlich noch bewohnbar sind und somit auch vermietet werden können.

Hohe Dynamik und sinkender Leerstand in Wachstumsregionen

München ist die Stadt mit der geringsten Leerstandsquote, dicht gefolgt von Hamburg. In Ost-Deutschland hingegen gestaltet sich die Wohnungssuche vielerorts einfacher. Allerdings sind mittlerweile die unterschiedlichen Entwicklungen in schrumpfenden und wachsenden Regionen weitaus aussagekräftiger als das immer gern herangezogene Ost-West-Gefälle: Während in Schrumpfungsregionen der Leerstand seit Jahren stagniert, sinkt er in Wachstumsregionen seit sechs Jahren.

Steigende Nachfrage erhöht Neubaubedarf

Was kurzfristig erst einmal gute Nachrichten für Vermieter sind, könnte sich langfristig negativ auf den Vermietungsmarkt auswirken. Zwar sorgt die Verringerung von Leerstandsreserven zunächst für eine Entspannung am Wohnungsmarkt. Vor allem wachsende Städte wie Berlin profitieren von einem steten Zuzug und der Reduzierung von Leerstand. Doch der Neubau von Wohnungen hält nicht Schritt mit der steigenden Nachfrage. Momentan beschränkt sich der Neubau in vielen Städten zudem überwiegend auf die Errichtung von Wohnungen im oberen Preissegment. Der Wohnungsmarkt kann allerdings nur dann entscheidend entlastet werden, wenn in allen Segmenten neu gebaut wird. Voraussetzungen für Neubau sind natürlich ausreichend zur Verfügung stehende Bauflächen. Auch hier besteht CBRE und empirica zufolge ein hoher Bedarf an einer schnellen Aktivierung bislang ungenutzter Flächen.