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accentro-hitzigallee
30 10 2014
JLL: Bevölkerungswachstum und niedrige Zinssätze lassen Immobilienpreise steigen

In vielen deutschen Großstädten und Ballungszentren kennen die Wohnungsmieten und -kaufpreise seit einigen Jahren nur eine Richtung: nach oben. Auf Berlin trifft das in besonderem Maße zu. Doch welche Entwicklungen sind dafür verantwortlich, dass Mieten und Kaufpreise von Wohnimmobilien steigen? Geleitet von dieser Fragestellung analysierte das Maklerhaus Jones Lang Lasalle (JLL), wie die Entwicklung der Immobilienpreise mit unterschiedlichen ökonomischen, sozioökonomischen und demografischen Faktoren in Zusammenhang steht. Das Ergebnis: Die Bevölkerungsentwicklung und die Höhe der langfristigen Zinssätze beeinflussen die Miet- und Kaufpreisentwicklung am stärksten.

Zuzug bewirkt steigende Preise

Für die Studie untersuchten die Experten von JLL die Entwicklungen der Immobilienpreise der Jahre 2002 bis 2013 an 20 Standorten in ganz Deutschland. Sie analysierten zudem, ob und wie das Wachstum oder der Rückgang der Preise mit Faktoren wie dem Haushaltsnettoeinkommen, der Höhe des lokalen Bruttoinlandprodukts, der Zahl der Einwohner des untersuchten Gebietes und dem Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung sowie der Höhe des Zinssatzes in Zusammenhang steht.

Das Ergebnis der Untersuchung stellt es klar heraus: Das Bevölkerungswachstum – gepaart mit einem stabilen Haushaltseinkommen und der derzeitigen Niedrigzinspolitik – ist der ausschlaggebende Faktor für Preisanstiege. Aus diesem Grund sind diese auch in erster Linie in Städten zu beobachten, da hier das Bevölkerungswachstum aufgrund von hohem Zuzug am stärksten ist. Um dem dadurch vielerorts entstandenen Mangel an Wohnraum abzuhelfen, ist den Experten von JLL zufolge nur ein Mittel sinnvoll: die Ausweitung des Angebots. Dafür ist es ihrer Ansicht nach die beste Strategie, neue Flächen für den Wohnungsbau auszuweisen und bestehende Flächen schnell umzuwidmen.

Hohe Investitionsbereitschaft aufgrund der Niedrigzinspolitik

Der zweite wichtige Preistreiber ist das aktuelle Rekordtief des Leitzinses. Sowohl private als auch institutionelle Anleger profitieren von den niedrigen Zinsen und den dadurch günstigen Darlehen. In der Folge entscheiden sie sich immer öfter dazu, in Immobilien zu investieren. Auch für Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen ist derzeit der Kauf einer Immobilie finanzierbar, sodass sich immer mehr Menschen vom Leben in einer Mietwohnung verabschieden und sich für ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung entscheiden. Demnach steigt die Nachfrage nach einem Haus oder einer Wohnung zum Kauf und lässt die Kaufpreise weiter ansteigen.