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06 03 2014
Hoher Zuzug: Berlin wächst, alle Bezirke profitieren

Ob Umzug innerhalb der Stadt oder Zuzug: Berlin ist Schauplatz großer Mobilität. Der Berliner Zeitung zufolge ist die Anzahl der Menschen mit Hauptwohnsitz in der Spreemetropole 2013 um etwa 47.800 angestiegen, 2012 um etwa 42.500. Doch nicht nur der stetige Einwohnerzuwachs ist interessant – auch die Wanderungsbewegungen der Berliner innerhalb der Stadt verdienen es, genauer unter die Lupe genommen zu werden. Das zeigt der aktuelle WohnmarktReport Berlin von GSW und CBRE. Demnach bevorzugen Neubürger die Berliner Bezirke in der Innenstadt als Wohnort, während die alteingesessenen Berliner sich lieber eine Wohnung in Randlagen suchen.

Zuzug nach Berlin: Neubürger ziehen in die Innenstadt

In der Berliner Innenstadt – also jenen Stadtteilen, die überwiegend oder komplett innerhalb des S-Bahnrings liegen – ist die größte Mobilität zu beobachten: Im Jahr 2012 kamen auf tausend Berliner Bürger 252 Umzüge. Zogen die Umziehenden von außerhalb Berlins in die Stadt, schätzten sie vor allem die Innenstadtbezirke: 2012 zog es 47,6 Prozent von ihnen ins Zentrum. Es zog sie vor allem nach Berlin-Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, den nördlichen Teil Lichtenbergs und den östlichen Teil Spandaus. Berlin-Mitte ist dabei Spitzenreiter. Im vergangenen Jahr ließen sich dort rund 27.200 Neuberliner nieder.

Binnenwanderung: Randbezirke gewinnen

Gleichzeitig verlieren die innerstädtischen Bezirke Einwohner an die Randbezirke: Im Jahr 2012 zogen etwa 13.800 Menschen mehr aus den zentralen Gebieten in Randlagen als umgekehrt. Besagte Randlagen gewannen dabei 2012 durch Wanderungsbewegungen innerhalb Berlins etwa 9.900 Einwohner. Allein die Stadtteile, die außen an den S-Bahnring angrenzen, konnten einen Zuwachs von rund 4.000 Einwohnern verzeichnen. Der Grund für den Trend zum Randbezirk sind die günstigeren Preise und der dort vorhandene Wohnraum. Zudem bieten diese Bezirke häufig bessere Wohnbedingungen für Familien und Senioren.
Die meisten Umzüge innerhalb des Stadtgebietes finden zwischen angrenzenden Stadtteilen statt – quer durch Berlin sind Umzüge eher selten. So zogen 2012 beispielsweise 1.859 Menschen aus Friedrichshain in das angrenzende Lichtenberg. 2.059 Menschen zogen von Lichtenberg in den östlich angrenzenden Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die meisten Bürger, die innerhalb Berlins in den Randbezirk Steglitz-Zehlendorf ziehen, kommen aus Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Tempelhof-Schöneberg. Nach Reinickendorf ziehen vor allem Berliner aus Mitte. Die Zahlen des WohnmarktReports verdeutlichen: Ob Binnenwanderung oder Zuzug – Berlin verändert sich kontinuierlich und bleibt auch 2014 ein spannender Wohnungsmarkt.