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31 12 2015
Das Jahr 2016: Darauf müssen sich Vermieter und Eigentümer einstellen

Ob Energieeinsparverordnung oder Wohnimmobilienkredit, das neue Jahr bringt für Immobilienkäufer, Eigentümer und Vermieter vielen neue Regelungen mit sich. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Neuerungen im Überblick vor.

Geplante Mietrechtsnovelle schränkt Mieterhöhungen ein

Es ist eine Verschärfung des Mietrechts geplant. Unter anderem soll die Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen begrenzt werden. Bei Modernisierungen dürften in Zukunft dann nur noch acht Prozent der Kosten p.a. auf den Mieter umgelegt werden. Zusätzlich könnte eine Kappungsgrenze für die Mieterhöhung nach Modernisierung gelten. Die Miete soll in einem Zeitraum von acht Jahren um nicht mehr als 50 Prozent und maximal vier Euro pro Quadratmeter steigen dürfen.

Mietpreisbremse tritt in weiteren Bundesländern in Kraft

Vermieter müssen im Jahr 2016 mit einer Verbreitung der Mietpreisbremse in Deutschland rechnen. Während im laufenden Jahr lediglich neun von sechszehn Bundesländern die Mietpreisbremse seit Inkrafttreten am 1. Juni eingeführt haben, werden im neuen Jahr weitere Länder folgen. In Brandenburg wird sie ab 1. Januar in 31 Kommunen gelten. Auch in Niedersachsen und Thüringen könnte die Mietpreisbremse 2016 eingeführt werden. Lediglich Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland planen zurzeit keine Einführung. Die Mietpreisbremse sieht vor, dass die Miete bei Neuvermietung nicht mehr als zehn Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen darf.

Vergabe von Wohnimmobilienkredite neu geregelt

Aus Gründen des Verbraucherschutzes muss der Gesetzgeber die EU-Richtlinie zur Vergabe von Wohnimmobilienkrediten bis März 2016 umsetzen. Zum einen wird die Informationspflicht verbessert, zum anderen die Kreditwürdigkeit des Kunden von Banken strenger geprüft. Die Verordnung hat das Ziel, die Vergabe transparenter und kundenfreundlicher zu gestalten.

EnEV 2016 – Verschärfung des Energiestandards bei Neubauten

Am 1. Januar 2016 tritt außerdem eine weitere Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft, die einen deutlich höheren energetischen Standard für Neubauten fordert Dazu gehört eine Senkung des Primärenergiebedarfs um mindestens 25 Prozent und eine Verbesserung der Wärmedämmung um 20 Prozent. Die Neuregelung gilt für Immobilien, deren Bau ab Neujahr 2016 beantragt wird.