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04022021

Corona verschiebt Prioritäten bei der Wohnungssuche

Die Coronakrise hat auch die Präferenzen der Deutschen bei der Wohnungssuche verändert: Vor dem Hintergrund der Pandemie bewertet ein Großteil der Wohnungssuchenden aktuell die Finanzierbarkeit als den Faktor mit der höchsten Relevanz, wie eine aktuelle Studie im Auftrag der PSD Bank Nord und des Immobilienportals DeinNeuesZuhause.de zeigt. Für die Umfrage wurden Ende vergangenen Jahres 1.500 Personen ab 18 Jahren befragt.1

Der Umfrage zufolge steht der finanzielle Aspekt bei 59 Prozent der Befragten ganz oben auf der Prioritätenliste bei der Suche nach einer Wohnung zum Kauf oder zur Miete und damit knapp vor einem möglichen Garten oder Balkon (56 Prozent). Gerade für Wohnungskäufer trifft es sich gut, dass die Zinsen aktuell so günstig wie noch nie stehen, was eine mögliche Kreditaufnahme zur Finanzierung auch in Zeiten von Corona erleichtert.

Dass das anhaltende Niedrigzinsumfeld die Nachfrage nach Wohnimmobilien vergangenes Jahr trotz der Krise insgesamt befeuert hat, zeigt sich in einer Studie der Interhyp, wonach 2020 immer mehr Menschen die historisch günstigen Konditionen dazu nutzten, sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen, ob in Form eines Kaufs oder Hausbaus. Kein Wunder, lag doch das Zinsniveau für Baufinanzierungen 2020 bei gerade einmal einem Viertel der vor zehn Jahren gängigen Konditionen.2
 

Schnelles Internet gewinnt an Bedeutung

An dritter Stelle der Befragten der eingangs erwähnten Studie zum Thema Präferenzen bei der Wohnungssuche stehen indessen infrastrukturelle Aspekte wie die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, ärztlicher Versorgung sowie Kindertagesstätten und Schulen (54 Prozent). Außerdem hat sich, Homeoffice und Homeschooling geschuldet, der Wunsch nach einer leistungsstarken Internetverbindung noch vor die Wohnungsgröße geschoben: Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) gab in der Studie an, dass das „schnelle Internet“ eine „sehr hohe Relevanz“ für die Wohnungssuche habe – damit liegt es knapp vor dem Faktor Wohnungsgröße (51 Prozent).

Der Studie zufolge ist davon auszugehen, dass dieser Trend langfristig sein und damit auch nach dem Ende der Pandemie weiter anhalten wird – die Verschiebung von Büroarbeitsplätzen ins Homeoffice wird somit als eine dauerhafte Entwicklung bewertet. Das könne dazu führen, dass Kriterien wie „schnelles Internet“ künftig direkt in die Abfragekataloge von Suchportalen integriert werden.


Wohnungen außerhalb der Städte gewinnen an Attraktivität

Darüber hinaus werden auch Wohnungen außerhalb der Städte als zunehmend interessanter wahrgenommen, selbst wenn sie aufwendig renoviert werden müssten – auch das wohl eine Folge des Homeoffice-Trends. Schließlich muss, wer zu Hause arbeitet, keine oder zumindest seltener lange Pendlerstrecken auf sich nehmen. Hierbei gilt ebenfalls: Schnelles Internet sollte vorhanden sein.

Derweil scheint das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch bei Mietern und Kaufinteressenten von Eigentumswohnungen angekommen zu sein und eine entsprechende Rolle bei der Wohnungswahl zu spielen: So achtet der Umfrage zufolge rund jeder zehnte Wohnungssuchende bereits jetzt darauf, dass das jeweilige Gebäude mit einer Ladestation für Elektroautos ausgestattet ist. Insbesondere unter Vorstadtbewohnern erfreue sich das E-Auto als umweltfreundliche Alternative einer zunehmenden Beliebtheit. Nicht nur beim Thema Internet gilt es also für Wohnungsvermieter und -verkäufer, mit der Zeit zu gehen.

1 www.haufe.de/immobilien/wirtschaft-politik/wohntrends-worauf-legen-mieter-und-kaeufer-von-wohnungen-wert_84342_534284.html

2 www.presseportal.de/pm/12620/4792903

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