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23 03 2017
Bevölkerungsprognose für Berlin erwartet bis zum Jahr 2035 vier Millionen Einwohner

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass mehrere deutsche Großstädte durch hohe Zuzugszahlen aus dem In- und Ausland ein sehr starkes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen haben. Vorhersagen zur Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2035 wurden vom IW für die drei deutschen Metropolen Berlin, Frankfurt am Main und München erstellt. Dieser Bevölkerungsprognose zufolge wird sich die positive Entwicklung auch in Zukunft weiter fortsetzen. Demnach wird Berlin als Hauptstadt Deutschlands das größte Wachstum an Einwohnern zu verzeichnen haben. Mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl um 14,5 Prozent auf über vier Millionen Menschen bis zum Jahr 2035 steht die Spreemetropole damit noch vor der bayerischen Landeshauptstadt München. Dort wird das Bevölkerungswachstum mit 14,4 Prozent geringfügig niedriger ausfallen. Frankfurt am Main wird nach Einschätzung der Forscher zwischen den Jahren 2015 und 2035 einen Bevölkerungsanstieg um elf Prozent verzeichnen können.

Ballungszentren sind attraktive Anziehungspunkte

Gründe für das rasante Wachstum der Großstädte sieht das Institut vor allem in der außerordentlichen Anziehungskraft der Ballungszentren. Diese bieten nach Ansicht der Forscher einer breiten Bevölkerungsschicht gute Perspektiven. So profitierten zum Beispiel junge Menschen vom vielfältigen Studien- und Bildungsangebot in Großstädten oder von einem chancenreicheren Arbeitsmarkt. Aber auch sogenannte Best Ager versprechen sich von der Großstadt mehr Lebensqualität durch eine bessere Versorgung, ein attraktiveres Freizeitangebot oder mehr soziale Kontakte. Von diesem Trend hat bis heute vor allem die deutsche Hauptstadt profitiert. Die Bevölkerung Berlins wuchs seit dem Jahr 2011 bis zum Jahr 2015 jährlich um etwa 40.000 Personen. Nach Zahlen des Statistikamtes Berlin-Brandenburg hatte Berlin im Jahr 2015 sogar erstmals seit dem Jahr 1945 wieder mehr als 3,5 Millionen Einwohner.

Im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl an der Spree um gut 50.000. Zusammen mit den Zuzügen in die nähere Umgebung Berlins leben in der Hauptstadtregion nun mehr als sechs Millionen Menschen.

Die wachsenden Einwohnerzahlen werden auch große Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt haben. Bereits heute besteht ein Nachholbedarf beim Bau neuer Wohnungen, der aus einer zu geringen Bautätigkeit in der jüngeren Vergangenheit resultiert.