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03 04 2014
Bevölkerungsentwicklung: Mehr Neuberliner als erwartet

Gekommen, um zu bleiben: Berlin freut sich über 47.800 neue Einwohner im Jahr 2013. Damit nimmt die Anzahl der Neuberliner nach Angaben des Statistischen Landesamtes Berlin rasanter zu, als bisher prognostiziert wurde. Besonders begehrt sind die Innenstadtlagen: Mitte verzeichnete eine Zunahme von 8.000 Personen, Pankow von 6.600 und Friedrichshain-Kreuzberg von rund 4.000 Personen.

Innenstadtlagen: Die Top 3

Das stärkste Wachstum verzeichnet der Prenzlauer Berg: Besonders die Altersgruppen 45 bis 55 schätzen den Kiez im Stadtbezirk Pankow. Aber auch die Anzahl der Kinder zwischen sechs und 15 Jahren ist 2013 gestiegen, was auf eine Attraktivität für Familien schließen lässt.

Fast genauso beliebt ist Neukölln: Hier sind innerhalb eines Jahres 2.809 Personen zugezogen. Dies ist mittlerweile ein bekannter Trend. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre verzeichnete der Ortsteil einen Zuwachs von über 13.000 Einwohnern. Besonders Personen zwischen 27 und 45 Jahren zieht es in den Szenekiez.

Friedrichshain-Kreuzberg liegt bei den Zuzugszahlen mit etwa 4.000 Neubewohnern unter den Top 3. Insbesondere die Altersgruppe der 27 bis 45 Jährigen wird stark angezogen. Außerdem ist der Bezirk offenbar auch bei jungen Familien beliebt, da sich beobachten ließ, dass der Anteil der sechs bis 18-Jährigen gestiegen ist.

Der Run hält an

Der Neubau kann mit der Bevölkerungsentwicklung Berlins nicht mithalten: 2013 wurden in der Hauptstadt lediglich 10.000 neue Wohneinheiten fertiggestellt. Die geringe Dynamik ist vor allem deshalb problematisch, weil der Run auf Berlin auch in Zukunft anhält. Schätzungen gehen von 250.000 bis 400.000 Neuberlinern bis 2030 aus. Und um der daraus resultierenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden, braucht Berlin neue Wohnungen – nicht nur, aber vor allem in den begehrten Innenstadtlagen.