Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
11 05 2017
Berlin verzeichnet bundesweit stärksten Zuwachs an Erwerbstätigen

Wie aus einer Studie des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht, erreichte Berlin im vergangenen Jahr bundesweit den stärksten Zuwachs an Erwerbstätigen. Demnach hat die Arbeitnehmerzahl im Jahr 2016 die des Vorjahres um 2,5 Prozent übertroffen. Mit dieser Zuwachsrate erreicht Berlin den Höchststand im Bundesländervergleich – Deutschland insgesamt kann einen Anstieg um ein Prozent verzeichnen. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze insbesondere durch unternehmensnahe Dienstleistungsunternehmen hat die Berliner Wirtschaft und den Zuwachs an Beschäftigten enorm vorangetrieben. Prognosen zufolge wird in der Hauptstadt auch im Jahr 2017 eine positive wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Während die Bundesregierung mit einem BIP-Wachstum von 1,4 Prozent für Deutschland insgesamt rechnet, wird für Berlin sogar auf ein Wachstum von 2,2 Prozent spekuliert.

Brandenburg erreicht ebenfalls Höchststände

Während Berlin die Spitzenposition einnimmt, kann das angrenzende Bundesland ebenfalls eine positive Entwicklung verzeichnen. Wie aus derselben Studie hervorgeht, erreichte Brandenburg im Jahr 2016 mit einem Wachstum um 1,2 Prozent den höchsten Beschäftigungszuwachs seit 1991. Dieser ist vorwiegend auf den öffentlichen und den Dienstleistungssektor sowie auf den Bereich Erziehung und Gesundheit zurückzuführen. Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister konnten zu dem Anstieg ebenfalls deutlich beitragen.

Reallöhne in Berlin und Brandenburg gestiegen

Laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg sind im dritten Quartal 2016 die Reallöhne in den beiden Bundesländern gestiegen. Dies geht aus der vierteljährlichen Verdiensterhebung hervor. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Reallöhne in Berlin im Schnitt um 1,8 Prozent, in Brandenburg um 2,9 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum sind eine Zunahme der Verbraucherpreise um 0,5 Prozent in Berlin und um 0,3 Prozent in Brandenburg sowie ein Anstieg des Index der nominalen Bruttomonatsverdienste in Berlin um 2,2 Prozent und in Brandenburg um 3,2 Prozent zu verzeichnen. Eine überdurchschnittliche nominale Verdienststeigerung gab es in Berlin im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung mit 10,8 Prozent, während in Brandenburg die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Anstieg von 11,1 Prozent Spitzenreiter sind.

Lohnunterschiede zwischen und innerhalb von Branchen

In beiden Bundesländern konnten Erwerbstätige aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich die höchsten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste verzeichnen. An oberster Stelle ist hier die Energieversorgung zu nennen. In dieser Branche verdienen Berliner im Durchschnitt 5.434 Euro brutto, Brandenburger 4.219 Euro – jeweils inklusive Sonderzahlungen. Arbeitnehmer aus dem Gastgewerbe hingegen haben mit knapp 1.500 Euro (Berlin) beziehungsweise gut 1.400 Euro (Brandenburg) im Schnitt den niedrigsten Bruttomonatsverdienst. Dies lässt sich allerdings darauf zurückführen, dass in dieser Branche überwiegend Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung üblich sind. Verdienstunterschiede innerhalb der Branchen sind zudem auf die unterschiedlichen Qualifikationen und Positionen der Erwerbstätigen zurückzuführen. Demnach verdienen Berliner Vollzeitbeschäftigte in leitender Funktion mit 6.687 Euro brutto im Monat mehr als vollzeitbeschäftigte Facharbeiter, die durchschnittlich 2.922 Euro erhalten. In Brandenburg sind es 6.128 Euro und 2.655 Euro. Den geringsten Verdienst haben an- und ungelernte Vollzeitbeschäftigte, die mit jeweils um die 2.000 Euro monatlichem Bruttoverdienst rechnen können. Vom Lohnwachstum in den beiden Bundesländern profitieren jedoch alle Beschäftigtengruppen.