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accentro-hitzigallee
03 12 2015
Berlin fördert den sozialen Wohnungsbau

Die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Hohe Mieten und immer weniger zur Verfügung stehender Wohnraum stellen Wohnungssuchende in Berlin vor eine immense Herausforderung. Insbesondere Haushalte mit niedrigem oder mittlerem Einkommen haben häufig Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Allein in den vergangenen vier Jahren sind die Angebotsmieten in der Hauptstadt um 9,1 Prozent gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Wohngeld- und Mietenbericht des Bundesbauministeriums hervor. Um eine sozial gerechte Wohnungspolitik zu ermöglich, will das Land Berlin in die Neubauförderung investieren. Die neu gebauten Miet- sowie Genossenschaftswohnungen sollen dann zu sozial verträglichen Preisen pro Quadratmeter angeboten werden.

Neubauförderung für preiswerte Wohnungen

Eine Mitfinanzierung von Bauprojekten durch das Land Berlin entlastet den lokalen Wohnungsmarkt. Private Bauherren, städtische Wohnungsunternehmer und Genossenschaften können zwischen zwei Förderalternativen wählen. Entweder sie beantragen einen Tilgungszuschuss auf das Baudarlehen und vermieten im Gegenzug für höchstens 6,50 Euro pro Quadratmeter oder sie erhalten Zuschüsse, die sich am Einkommen der Mieter orientieren. Die Mietpreisbindung beträgt 20 Jahre. Auf diese Weise sollen bereits im kommenden Jahr 2.500 und im Jahr 2017 sogar 3.000 geförderte Wohnungen in Berlin entstehen. Ist die Initiative erfolgreich, werden weitere Wohnungen folgen.

Knappe Ressourcen am Berliner Wohnungsmarkt

Der Mangel an Wohnraum in Berlin betrifft Wohnungen aller Preissegmente sowie nahezu alle Bezirke gleichermaßen. Und nicht nur Mietwohnungen sind dabei rar, sondern auch das Angebot an Eigentumswohnungen schwindet zusehends. Im vergangenen Jahr wurden in Berlin 17,7 Prozent weniger Eigentumswohnungen verkauft als im Jahr davor, wie der aktuelle ACCENTRO Wohneigentums-Report 2015 zeigt. Auch der Umsatz sank deutlich um 13 Prozent auf 3,72 Milliarden Euro. Grund dafür ist nicht etwa ein nachlassendes Käuferinteresse, sondern das verringerte Angebot an verkäuflichen Immobilien. Eine Ausnahme dieses insgesamt rückläufigen Trends im vergangenen Jahr bilden Neubauwohnungen. Die Anzahl verkaufter Neubauwohnungen stieg in Berlin um 15,4 Prozent. Umso wichtiger ist es, dass das Land Berlin gerade jetzt stärker in die Neubauförderung investiert. Nur mithilfe von Investitionen kann sich der Berliner Wohnungsmarkt langfristig wieder entspannen.