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19 04 2018
Wohnen in einer Eigentumswohnung ist deutlich günstiger als Wohnen zur Miete

In den eigenen vier Wänden zu wohnen bleibt deutlich vorteilhafter als Wohnen zur Miete bestätigt eine neue Studie. Zum einen werden Mieter höher belastet als Eigentümer. Zum anderen dient Eigentum der Vermögensbildung und ist damit ein wichtiger Pfeiler der Altersvorsorge. Gerade für junge Haushalte ist Eigentum eine gute Möglichkeit der Vermögensbildung, da sich die Tilgung über einen längeren Zeitraum strecken lässt. Dennoch wohnt mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung zur Miete (54,4 Prozent). Vor allem bei jungen Haushalten ist es üblich zu mieten. Somit wohnen sie häufig teurer als Wohneigentümer. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln wohnen Eigentümer rund ein Drittel günstiger als Mieter. Dennoch verharrt die Wohneigentumsquote in Deutschland auf einem niedrigen Niveau. Die Erwerbsnebenkosten und die strengen Eigenkapitalanforderungen erschweren jungen Menschen den Erwerb von Wohneigentum.

ERWERBSNEBENKOSTEN ERSCHWEREN WOHNUNGSKAUF

Die Erwerbsnebenkosten machen bis zu 15 Prozent der Kaufsumme aus. Sie umfassen insbesondere die Grunderwerbsteuer, Kosten für Makler und Notar sowie die Grundbucheintragung. Förderprogramme der Politik sollen jungen Menschen den Erwerb von Eigentum erleichtern. Hier bleibt jedoch noch viel zu tun. Ein Beispiel: Das geplante Baukindergeld würde nur kurzfristige Anreize setzen und gilt als sehr kostenineffizient. Das Programm könnte zwar helfen, den Eigenkapitalbedarf zu reduzieren. Doch es birgt beispielsweise die Gefahr, dass mit dem Wohnungskauf bis nach Abschluss der Familienplanung gewartet wird. Um einen langfristigen Anreiz zum Kauf von Wohneigentum zu setzen, halten die Experten vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln Bürgschaften oder eine Reform der Grunderwerbsteuer für deutlich besser geeignet. Die Politik sollte neue Anreize entwickeln, um die Hürden beim Wohneigentumserwerb gerade für junge Menschen weiter abzubauen.

GUTE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DEN KAUF VON WOHNEIGENTUM

Die Studie bestätigt, dass die Rahmenbedingungen für den Kauf einer Wohnimmobilie trotz gestiegener Kaufpreise attraktiv bleiben. In vielen deutschen Kreisen ist die Belastung für Eigentümer selbst unter Berücksichtigung der Tilgung nicht höher als für Mieter. Zudem rechnen Experten mit einer weiterhin stabilen Finanzierungslage. Insbesondere wenn die Chance besteht, durch den frühzeitigen Erwerb von Wohneigentum die Schulden noch vor dem Renteneintritt vollständig zu tilgen, ist der Erwerb von Wohneigentum eine attraktive Altersvorsorge. Wer die Voraussetzungen für den Wohneigentumserwerb erfüllt, sollte also schon in jungen Jahren über den Erwerb einer Wohnimmobilie nachdenken.