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IMMOBILIENLEXIKON
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Verwaltervertrag – nur so ist die Verwalterbestellung rechtskräftig

Wenn eine Eigentümergemeinschaft einen Verwalter einsetzen möchte, reicht die Bestellung eines Verwalters allein nicht aus – ein Verwaltervertrag ist notwendig. Nur damit wird die Bestellung rechtskräftig. Der Vertrag muss mit dem Verwalter ausgehandelt und dann vom Eigentümerbeirat in einer Eigentümerversammlung mehrheitlich angenommen werden. Danach wird er vom Verwalter sowie einem Eigentümer oder mehreren Eigentümern unterzeichnet, die von der Eigentümergemeinschaft dazu bevollmächtigt wurden. Der Verwalter ist damit im Amt.

Inhalt des Verwaltervertrags: Aufgaben, Vertragslaufzeit und Vergütung

Der Verwaltervertrag muss neben der expliziten Nennung der Vertragsparteien auch die Vertragsdauer und die Kündigungsfrist enthalten. Ein Verwalter kann für maximal fünf Jahre bestellt werden – es ist aber möglich, ihn danach erneut zu bestellen. Wird er wiederbestellt, ist in der Regel kein neuer Verwaltervertrag erforderlich. Bestellt eine Eigentümergemeinschaft einen Verwalter zum ersten Mal, beträgt die Vertragsdauer nur drei Jahre.

Einer der wichtigsten Punkte im Verwaltervertrag ist jener zu den Aufgaben und Pflichten des Verwalters. Sie sind teilweise im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) festgelegt, teilweise in der Gemeinschaftsordnung und durch die Beschlüsse der Eigentümerversammlung geregelt. Eine der Hauptaufgaben ist die Verwaltung der Gelder der Eigentümergemeinschaft. Wie diese Gelder, insbesondere die Instandhaltungsrücklage, anzulegen ist, sollte ebenfalls vertraglich geregelt sein. Es ist sinnvoll, hierfür ein offenes Fremdgeldkonto zu nutzen.

Außerdem muss im Verwaltervertrag stehen, wem gegenüber der Verwalter vertretungsberechtigt ist: In der Regel sind das unter anderem Behörden und Gerichte. Die Höhe der Vergütung inklusive der Zahlungsmodalitäten sollte ebenfalls ein Bestandteil des Vertrags sein. Darüber hinaus sollte darin festgehalten sein, unter welchen Voraussetzungen die Eigentümer Einsicht in die Verwaltungsunterlagen haben und wie oft der Verwalter den Zustand der Immobilie prüfen muss. Der Verwaltervertrag beinhaltet häufig auch das Recht des Verwalters, eine andere Person für die Erledigung seiner Aufgaben zu bevollmächtigen.

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