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13 03 2014
ZIA-Frühjahrsgutachten: Mieten in Metropolen steigen weiter an

Hamburg, Berlin, München: In den Metropolen Deutschlands steigen die Mieten 2014 schneller als die Kaufpreise für Wohnimmobilien. Das ist ein zentrales Ergebnis des ZIA-Frühjahrsgutachtens. Eine Blase bei Kaufpreisen sehen die Experten allerdings nicht – ideale Bedingungen für Kapitalanleger.

München: Höchster Mietpreisanstieg

Das sind die Ergebnisse des Frühjahrsgutachtens Immobilienwirtschaft, das federführend vom Wirtschaftsweisen Lars Feld und im Auftrag des Branchenverbandes Zentraler Immobilienausschuss (ZIA) erstellt wurde. Wenn auch für Gesamtdeutschland lediglich ein moderater Mietpreisanstieg von drei Prozent im Jahr 2014 erwartet wird, steigen doch gerade die Mieten in den Millionenstädten weit überdurchschnittlich. München bleibt nach wie vor Spitzenreiter und wird Erhebungen des Frühjahrsgutachtens zufolge in den kommenden Monaten einen Preisanstieg von 6,9 Prozent erleben. Auf dem zweiten Platz landet Berlin, das zwar absolut noch nicht das Münchner Mietniveau erreicht, jedoch allein in den vergangenen acht Jahren einen Mietpreisanstieg von 47 Prozent erlebte. Hier werden die Mieten dem Gutachten zufolge 2014 um satte 6,6 Prozent steigen. Aber auch Köln, Hamburg und Frankfurt werden Mietpreissteigerungen von bis zu 4,5 Prozent bis zum Ende des Jahres erfahren.

Keine Immobilienblase in Sicht

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den Metropolen Deutschlands steigen kontinuierlich, jedoch nicht so stark wie die Mieten. Deshalb ist der Kauf einer Eigentumswohnung momentan lukrativ. Für Kapitalanleger sind auch hier die Großstädte besonders attraktiv: Mietpreissteigerungen bleiben regional begrenzt und konzentrieren sich auf die Metropolen. Die Nachfrage nach Immobilienbestand in ländlichen Regionen hat sogar merklich abgenommen.

Die Angst vor einer Immobilienblase in den großen Städten, die einige potenzielle Immobilienkäufer derzeit umtreibt, sei laut ZIA jedoch unbegründet. „Die Preissteigerungen sind fundamental begründet. Sie gehen auf eine gestiegene Nachfrage zurück, beschränken sich auf bestimmte Regionen und bewegen sich innerhalb üblicher Grenzen“, heißt es im Gutachten. Zudem sei derzeit keine besonders hohe Bautätigkeit am deutschen Markt auszumachen, die typischerweise mit der Entwicklung einer Immobilienblase einhergeht. Statistiken belegen sogar, dass in Deutschland derzeit so wenig gebaut wird wie noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.