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27 04 2017
Wohnungsmarktreport 2017 zeigt für Berlin ungebrochenes Preiswachstum

Berlin Hyp und CBRE haben im Rahmen ihres jährlichen Hauptstadt-Wohnreports 83.000 Neuvermietungsangebote für Wohnungen im Jahr 2016 ausgewertet und dabei im Vergleich zum Vorjahr einen durchschnittlichen Mietanstieg von 5,6 Prozent, auf neun Euro Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter pro Monat, festgestellt. Der angespannte Markt ergebe sich aus der wachsenden Zuwanderung und dem steigenden Wirtschaftswachstum, so Gero Bergmann, Bankvorstand von Berlin Hyp.

Neukölln und Marzahn-Hellersdorf an der Spitze

Am stärksten legten die Mietpreise in Neukölln zu. Mit einem Anstieg von 17,1 Prozent erreicht der südliche Bezirk den Stadtrekord. Im Schnitt muss man hier 9,47 Euro pro Quadratmeter zahlen. Marzahn-Hellersdorf hat mit zehn Prozent Anstieg und einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6,70 Euro ebenfalls ein hohes Mietwachstum zu verzeichnen, bleibt damit aber weiterhin der durchschnittlich günstigste Berliner Bezirk. Grund dafür sind die vielen kleinen Wohnungen in den beiden Stadtteilen, die bei Mietern besonders beliebt sind.

Mitte bleibt beständig

Während an den Stadträndern ein stetig wachsender Mietpreisspiegel zu beobachten ist, stagnieren die teuersten Innenstadtlagen nach jahrelangem Anstieg. Hier liegen die Mieten im Schnitt bei 10,48 Euro pro Quadratmeter. Die vier teuersten Kieze der Hauptstadt, Hackescher Markt, Unter den Linden, Potsdamer Platz und Rosenthaler Platz, haben hingegen einen durchschnittlichen Mietpreis von 13 bis 13,80 Euro pro Quadratmeter.

Szenebezirke mit der höchsten durchschnittlichen Miete

Im oberen Bereich des Mietspiegels ist der Szenebezirk Friedrichshain-Kreuzberg angesiedelt. Mit 11,04 Euro pro Quadratmeter werden hier im Durchschnitt die höchsten Preise verlangt. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Mietanstieg von 7,5 Prozent zu verzeichnen. Das zeigt Auswirkungen auch über die Bezirksgrenzen zu Lichtenberg und Neukölln hinaus. Die teuersten Mieten Lichtenbergs verteilen sich auf das Gebiet um den Stadtpark Lichtenberg, da es an Friedrichshain und den S-Bahn-Ring grenzt. Dort zahlt man im Schnitt 9,75 Euro pro Quadratmeter, anstelle der durchschnittlichen Mietpreise von 8,49 Euro pro Quadratmeter.

Umgekehrter Trend in einigen Stadtteilen

Auch wenn insgesamt ein Mietpreisanstieg zu verzeichnen ist, sind in einigen Stadteilen stellenweise auch gegenteilige Entwicklungen zu beobachten. So wurden Wohnungen um die Prinzenstraße in Kreuzberg im vergangen Jahr um 17 Prozent günstiger angeboten, ebenso in Bülowbogen in Schöneberg (minus elf Prozent), an der Johannisthaler Chaussee in Neukölln (minus fünf Prozent), am Treptower Park (minus fünf Prozent) und Unter den Linden (minus drei Prozent).

Preise für Eigentumswohnungen steigen ebenfalls

Wie die Mieten wachsen auch die Kaufpreise. Das eigene Heim kostet im Durchschnitt 46 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen beläuft sich auf 3.289 Euro. Im Bezirksvergleich erreicht wieder einmal Neukölln den Spitzenplatz, mit einem Anstieg von 92 Prozent. Ein Ende des Booms scheint nicht in Sicht zu sein. Selbst im Vergleich der Jahre 2015 und 2016 war ein Anstieg von neun Prozent zu verzeichnen. Aus dem Report von Berlin Hyp und CBRE geht hervor, dass für den Ansturm auf Eigentumswohnungen hohe Mietsteigerungen, niedrige Zinsen sowie der Mangel an alternativen Anlagemöglichkeiten verantwortlich sind.