Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
17 04 2014
Wohnnebenkosten: „Starke Belastung“ für Mieter

Wohnen wird teurer – auf solche und ähnliche Schlagzeilen trifft man in den Nachrichten immer häufiger. Meist werden damit steigende Mieten und Kaufpreise assoziiert. Aber gestiegene Wohnkosten resultieren nicht nur aus steigenden Kaltmieten. Häufig bleiben in der öffentlichen Debatte andere Preistreiber außer Acht: die Wohnnebenkosten.

Wohnnebenkosten als Preistreiber

Die hohen Energiepreise belasten Mieter und Eigentümer stark. Gerade die steigenden Preise für Strom und Gas schlagen bei den Nebenkosten nämlich deutlich zu Buche. So hat das Statistische Bundesamt ermittelt, dass die Verbraucherpreise für Strom, Gas und andere Brennstoffe von 2012 auf 2013 um durchschnittlich mehr als vier Prozent zugelegt haben. Die Nettokaltmieten seien im gleichen Zeitraum jedoch nur um 1,3 Prozent gestiegen.

Auch der Bundesverband der Verbraucherzentrale ermittelt jährlich die Energiekosten für einen Vier-Personen-Musterhaushalt. Das aktuelle Ergebnis: Für Heizöl errechnete die Zentrale für 2014 im Vergleich zu 2007 eine Preissteigerung von 35 Prozent, bei Strom sogar von 43 Prozent. Allein die Stromerzeugerpreise seien im Januar 2014 im Vergleich zum Dezember 2013 um 0,89 Prozent gestiegen.

Mieten: Zunehmende Belastung für Einkommen

Aufgrund der gestiegenen Nebenkosten und der steigenden Mietpreise in den großen Städten Deutschlands wird Wohnen für viele immer teurer. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass die deutschen Privathaushalte 2013 fast ein Viertel ihrer Konsumausgaben für das Wohnen aufwenden mussten – 24,4 Prozent der Ausgaben wurden für die eigenen vier Wände veranschlagt. Mit 24,2 Prozent war der Anteil im Jahr 2012 ähnlich hoch. Im Jahr 2012 fühlte sich daher auch jede fünfte Person in Deutschland durch ihre monatlichen Wohnkosten „stark belastet“, so das Statistische Bundesamt. Wer Wohnkosten senken möchte, kann auf seinen Energieverbrauch in der Wohnung achten und ihn unter Umständen einschränken. Vor steigenden Kaltmieten schützt nur der Kauf einer Eigentumswohnung – das empfiehlt sich besonders in den Großstädten Deutschlands, wo sich der Anstieg in naher Zukunft nicht wesentlich abschwächen wird.