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18 02 2016
Wohnimmobilien verzeichnen Wachstumsplus von 4,2 Prozent

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend – dies zeigt ein Blick auf den Immobilienindex 2015 des Beratungs- und Analyseunternehmens Bulwiengesa. Demnach lag die Wachstumsrate von Wohnimmobilien im vergangenen Jahr bei 4,2 Prozent und damit nur leicht unter dem Wachstumsniveau von 2014 (+5,3 Prozent). Besonders begehrt waren im vergangen Jahr Kaufobjekte, allen voran Neubau-Eigentumswohnungen. In diesem Segment konnte binnen Jahresfrist ein Wertzuwachs von 6,1 Prozent verzeichnet werden. Zum Vergleich legten im selben Zeitraum Reihenhäuser nur um 5,7 Prozent und Einfamilienhausgrundstücke nur um 3,1 Prozent zu. Gerade in wachstumsstarken Regionen besteht der Studie zufolge weiterhin ein deutlicher Nachfrageüberschuss.

Mieten legen weiter kräftig  

Bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen konnten Vermieter im vergangenen Jahr eine Mietsteigerung von 3,3 Prozent erzielen. Das ist etwas mehr als bei Neubauwohnungen (3,2 Prozent). Die hohe Nachfrage wurde dem Immobilienindex zufolge von steigenden Zuwanderungszahlen, Einkommenszuwächsen und der anhaltend niedrigen Zinspolitik getrieben. Der Wohnungsmarkt reagierte darauf zwar mit zuletzt deutlich steigenden Zahlen von Wohnungsfertigstellungen, die aber weit unter dem erwarteten Bedarf liegen.

Berliner Wohnungsmarkt auf Wachstumskurs

Nicht nur die Mieten haben im vergangenen Jahr laut Immobilienindex eine deutliche Steigerungsrate verzeichnet. In Berlin konnten neugebaute Eigentumswohnungen ebenfalls einen deutlichen Wertzuwachs verzeichnen. Dies geht aus den zwei Studien zu Eigentumswohnungen „Berlin-West 2015“ und Berlin-Ost 2015“ von Bulwiengesa hervor. Demnach haben sich im vergangenen Jahr die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Berliner Westen durchschnittlich um 13,4 Prozent erhöht und liegen im gewichteten Durchschnitt bei 5.330 Euro pro Quadratmeter. Dies ist ein neuer Rekordwert. Im Vergleich der besten Lagen wird die Rangliste mit den höchsten Angebotspreisen von Wilmersdorf angeführt. In den östlichen Innenstadtbezirken der Bundeshauptstadt sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen ebenfalls gestiegen, wenn auch nicht so stark wie im Westen. Im Durchschnitt schlug der Quadratmeterpreis hier mit 4.710 Euro zu Buche, was einem Plus von rund 2,8 Prozent entspricht. Spitzenreiter mit den höchsten Angebotspreisen ist Prenzlauer Berg, dicht gefolgt von Mitte.

Segmentübergreifendes Preiswachstum liegt bei 3,7 Prozent

Der deutsche Immobilienmarkt konnte segmentübergreifend im vergangenen Jahr mit einem Plus von 3,7 Prozent deutliche Steigerungsraten verzeichnen. Damit setzt der Immobilienindex, der die Immobilienmarktentwicklung auf Basis von 125 deutschen Städten analysiert, seinen positiven Trend das elfte Jahr in Folge fort. 

Wachstumstrend setzt sich fort

Hinweise auf ein Ende des Aufwärtstrends gibt es keine. Im Gegenteil, auf dem Wohnungsmarkt wird es bei hoher Nachfrage zu weiteren Preisanstiegen, aber auch zu einer anhaltend hohen Neubautätigkeit kommen. Außerdem ist damit zu rechnen, dass ausländische Investoren 2016 noch stärker auf dem deutschen Immobilienmarkt tätig sein werden, um den Niedrigzins und vorteilhafte Währungseffekte zu nutzen. Angesichts der niedrigen Zinspolitik der EZB sind Anleger laut der Studie auf der Suche nach rentablen Investitionsgütern, das sind nach wie vor Immobilien.