Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
19 12 2013
Wohneigentum: Erschwinglich für immer mehr Deutsche

Niedrige Zinsen, moderate Preise – es war selten so günstig, ein Eigenheim zu erwerben. Und das gilt nicht nur für Besserverdiener: Der Kauf einer Immobilie wird in Deutschland für immer mehr Menschen eine greifbare Alternative zur Miete auf Lebenszeit.  Zu diesem Ergebnis kommen zwei aktuelle Studien: eine neue empirica-Studie im Auftrag der Landesbausparkassen und der Erschwinglichkeitsindex des IVD. Beide stellen fest, dass sich derzeit mehr Menschen eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus leisten können als zuvor.

Durchschnittseinkommen reicht oft für Finanzierung

Die empirica-Studie im Auftrag der Landesbausparkassen vergleicht die Kaufpreise von Wohneigentum in 110 kreisfreien Städten und über 300 Landkreisen in Deutschland. In zwei von drei Städten sei ein Eigenheim von einem Durchschnittsverdiener finanzierbar. In den Landkreisen werde nur in 18 mehr als das Durchschnittseinkommen zur Finanzierung einer eigenen Immobilie benötigt. Die Studie nimmt an, dass eine Finanzierung dann möglich ist, wenn bei einem Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens die Finanzierungsbelastung (sechs Prozent p.a. für Zins und Tilgung) 35 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigt.

Eigentumswohnungen: Besonders günstig in Berlin-Ost

Speziell die Erschwinglichkeit von Eigentumswohnungen habe sich laut einer Analyse des Immobilien-Kaufklimas 2013/2014 des IVD verbessert. Der Erschwinglichkeitsindex fasst die Faktoren Immobilienpreise, Zinsniveau und verfügbares Einkommen zusammen. Diese Kennzahl gibt an, inwieweit es für einen durchschnittlichen Haushalt finanziell möglich ist, eine Immobilie zu erwerben. Ein hoher Wert zeigt eine gute, ein niedriger Wert eine schlechte Erschwinglichkeit an. Die Erschwinglichkeit in den einzelnen Städten ist sehr unterschiedlich. Die Stadt mit dem niedrigsten Erschwinglichkeitswert (Indexwert 50,58) und damit am schwersten erschwinglich ist München, und das schon zum zweiten Mal in Folge. Eine 3-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern und einem Quadratmeterpreis von 3.150 Euro kostet hier das 4,5-fache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens. In Berlin bezahlen Käufer einer vergleichbaren Wohnung lediglich das 3,1-fache. Besonders der Osten der Hauptstadt ist für Käufer attraktiv. Friedrichshain & Co. weisen einen Erschwinglichkeitswert von 108,71 auf – und sind damit fast genauso günstig wie Dresden (110,48), die deutsche Großstadt mit dem höchsten Erschwinglichkeitsindex.

Steigende Einkommen und niedrige Zinsen: Wohneigentum wird erschwinglich

Die Gründe für die neue Erschwinglichkeit von Wohneigentum: Nach Jahren der Stagnation steigen auch die mittleren Einkommen in Deutschland wieder. Dieses Geld wollen die Deutschen sicher anlegen— am liebsten in die eigene Immobilie[KDA1].  Aber auch die weiterhin niedrigen Zinsen begünstigen den Erwerb eines Eigenheims. Aktuell verlangen die besten Anbieter 2,3 Prozent bei einer jährlichen Tilgung von einem Prozent.