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20 11 2014
Vermögensbarometer 2014: Die Deutschen setzen auf Immobilien

Gut jeder Zweite in Deutschland sieht das Eigenheim als sichere Geldanlage. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Finanzmarktforschungsinstitut icon, das im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) bundesweit insgesamt 2.000 Verbraucher ab 14 Jahren zu ihrer aktuellen finanziellen Lage befragt hat. Die Ergebnisse wurden im Vermögensbarometer 2014 „Die Deutschen und ihr Geld“ veröffentlicht. Daraus geht nicht nur hervor, dass 52 Prozent der Befragten eine selbst genutzte Immobilie als ideale Form der Vermögensbildung betrachten. 25 Prozent der Befragten halten zudem Immobilien, die zur Weitervermietung erworben werden, für eine ideale Vermögensanlage. Laut Sparkassen- und Giroverband übertreffen damit beide Ergebnisse die Vorjahreswerte.

Andere Sparformen hingegen haben im Vergleich zum Vorjahr an Attraktivität verloren. Eine Kapitallebensversicherung wird nur noch von 25 Prozent aller Befragten favorisiert. Betriebliche Altersversorgung (14 Prozent), Riester-Verträge (zehn Prozent) und festverzinsliche Wertpapiere (sechs Prozent) sind ebenfalls wenig beliebt. Immerhin 27 Prozent legen ihr Geld in einem Bausparvertrag an.

Niedrigzins lässt Sparer umdisponieren

Nicht wenige Deutsche verunsichern die derzeit niedrigen Zinsen. 45 Prozent der Befragten bereiten die historisch niedrigen Anlagezinsen mit Abstand die größten Sorgen bei der Rücklage von Geld. Insbesondere Menschen mit einem hohen monatlichen Nettogehalt oder überdurchschnittlichem Geldvermögen nehmen aus diesem Grund eine Neujustierung ihrer Anlageprodukte vor. Bemerkenswert ist, dass diejenigen, die bei ihren Geldanlagen umdisponieren, vor allem Immobilien (32 Prozent) sowie Investment- und Immobilienfonds (14 Prozent) als „besser geeignet“ für ihre Vermögensbildung einschätzen.

Den Deutschen scheint die Lust auf das Sparen in jüngster Zeit merklich vergangen zu sein – und das, obwohl es ihnen in materieller Hinsicht so gut geht wie lange nicht mehr. 85 Prozent der Befragten geben an, dass sie mit ihren finanziellen Lebensumständen zufrieden sind. Dieser Wert steigt bereits seit zehn Jahren an. Doch die Bereitschaft und Initiative zu sparen schwindet.

Jungen Menschen fehlt das Interesse an Vorsorge

Aus dem Vermögensbarometer 2014 geht hervor, dass insbesondere junge Menschen offensichtlich kaum Interesse an finanzieller Vorsorge haben. Die Hälfte der Befragten zwischen 14 und 29 hat nach eigenen Angaben noch keine Maßnahmen ergriffen, um sich im Alter abzusichern. Dabei sprechen viele Gründe für das Sparen. Unter anderem ergab die Untersuchung, dass es 57 Prozent der Bundesbürger nach eigenen Aussagen „glücklich“ macht, für das Alter vorzusorgen.