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01 12 2016
Vergleich von Mieten und Wohnnutzerkosten zeigt: Kaufen ist vorteilhafter

Das Preiswachstum für Eigentumswohnungen und Häuser sorgt immer wieder für kritische Diskussionen in der Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt dieser Debatten steht aber meist nur die Angst vor einer möglichen Blase auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt. Besonders in den Großstädten und einigen Mittelstädten gibt es einen Preisanstieg, der deutlich über den bisherigen Erfahrungswerten liegt.

Die Entwicklung der Selbstnutzer- und Mietkosten findet in der aktuellen Debatte jedoch nur wenig Beachtung. Dabei liegt in diesem Verhältnis ein wesentlicher Schlüssel für das Verständnis der künftigen Entwicklung von Immobilienmärkten. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) untersuchte im Auftrag von ACCENTRO dieses Verhältnis in Deutschland sowie detailliert für einige ausgewählte Kreise, zu denen unter anderem die wesentlichen Metropolen der Bundesrepublik zählen.

Wohnungskauf im Durchschnitt 41 Prozent günstiger als Mieten

Die Studie „Droht eine Überhitzung des deutschen Wohnungsmarktes? Eine Analyse von Mieten und Wohnnutzerkosten für 402 Kreise“ zeigt, dass der Erwerb einer Wohnung in Deutschland im Durchschnitt rund 41 Prozent günstiger ist als sie zu mieten. Derzeit ist der Studie zufolge der Kauf von Wohneigentum sogar in allen untersuchten Kreisen finanziell vorteilhafter als das Wohnen zur Miete. Nach Aussage der IW-Forscher ist damit auch eine Überhitzung des deutschen Wohnungsmarktes unwahrscheinlich, denn bei einer Überhitzung müssten die Selbstnutzerkosten über den Mieten liegen. Tatsächlich ist es aber genau umgekehrt, was eher für weitere Preissteigerungen in naher Zukunft spricht.

In den meisten Top-Sieben-Städten übertreffen die Mieten die Selbstnutzerkosten sehr deutlich. Teilweise liegen die Werte dort sogar über dem Bundesdurchschnitt. So sind in den Metropolen Hamburg (47 Prozent), Berlin (44,9 Prozent), Frankfurt am Main (43,7 Prozent), Köln (42 Prozent) und Düsseldorf (41,7 Prozent) die Unterschiede zwischen den Selbstnutzerkosten und den Mieten noch einmal größer als im deutschlandweiten Durchschnitt. Damit weist der Immobilienkauf in diesen Städten besonders hohe Vorteile gegenüber dem Mieten auf. In München und Stuttgart ist der Abstand mit 34,2 beziehungsweise 34,8 Prozent unter den Top-Sieben-Städten am geringsten, der Vorteil des Kaufens aber noch immer eindeutig ersichtlich.

Keine Überhitzungsgefahr trotz stark gestiegener Wohnungspreise in Deutschland

Ein plötzlicher Einbruch der Preise erscheint damit relativ unwahrscheinlich. Selbst wenn die Zinsen ruckartig steigen würden, wäre nach Angaben der Forscher lediglich mit einer moderaten Anpassung zu rechnen. Auch wenn derzeit keine Überhitzung erkennbar ist, muss der Markt jedoch kontinuierlich überprüft werden, da plötzliche Verhaltensänderungen kann nicht immer vorhersehbar sind. Daher wird das IW Köln im Auftrag der ACCENTRO AG den Markt ab sofort halbjährlich auf Basis des Wohnnutzerkostenansatzes untersuchen.