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19 01 2017
Trotz gestiegener Preise bleibt Wohneigentum erschwinglich

Nach Ergebnissen des aktuellen Preisspiegels des Immobilienverbands Deutschland (IVD) setzt sich auch im Jahr 2016 der seit dem Jahr 2010 anhaltende Preisanstieg bei deutschen Wohnimmobilien weiter fort. So sind in diesem Jahr die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand mit mittlerem Wohnwert bundesweit um gut sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Im vorherigen Jahr lag die Preissteigerung in diesem Segment noch bei knapp fünf Prozent. Dennoch bleibt Wohneigentum nicht nur eine attraktive Anlagemöglichkeit. Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum ist zudem aktuell auf dem historisch höchsten Niveau, wie der IVD in seinem Erschwinglichkeitsindex aufzeigt.

Preise für Eigentumswohnungen in Großstädten steigen überdurchschnittlich

Einen überdurchschnittlichen Preisanstieg konnten dabei Bestandswohnungen in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern verzeichnen. Hier sind die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand mit mittlerem Wohnwert im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um mehr als neun Prozent gestiegen. Im Jahr 2015 waren sie noch um 7,5 Prozent gewachsen. Übertroffen wird der Preisanstieg bei Bestandseigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert von dem im Segment des guten Wohnwerts. In diesem Bereich stiegen die Preise in den deutschen Metropolen durchschnittlich um 11,6 Prozent. Im Vorjahr waren es noch etwas mehr als sechs Prozent.

Doch das überaus dynamische Wachstum der Preise für Eigentumswohnungen beschränkt sich nicht nur auf die deutschen Großstädte. Auch in Städten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern gab es im Jahr 2016 deutliche Anstiege. Eine Eigentumswohnung im Bestand mit mittlerem Wohnwert ist in diesen Städten rund 8,6 Prozent teurer als noch im Jahr 2015. Im Vorjahreszeitraum lag der Anstieg bei 5,5 Prozent. Damit ist in fast allen Städten das Preiswachstum für Eigentumswohnungen im Bestand stärker ausgefallen als noch im vorangegangen Jahr. Gründe dafür sieht der IVD vor allem in der anhaltend großen Nachfrage nach Wohnraum, die trotz gestiegener Bauaktivität immer noch nicht ausreichend befriedigt werden kann. Der Nachfragedruck steige außerdem durch die immer noch äußerst niedrigen Zinsen. Wohneigentum sei damit weiterhin eine attraktive alternative Anlagemöglichkeit.

Erschwinglichkeit von Wohneigentum ist auf historisch höchsten Niveau

Doch trotz der zum Teil überdurchschnittlich gestiegenen Preise im Jahr 2016 können sich immer mehr Deutsche Wohneigentum leisten. Das zeigt der aktuelle Erschwinglichkeitsindex des IVD. Dieser Index setzt sich aus den Faktoren Immobilienpreise, Löhne sowie Zinsniveau zusammen und gibt Auskunft darüber, inwieweit es für einen durchschnittlichen Haushalt finanziell möglich ist, Wohneigentum zu erwerben. Der Indexwert erreicht 2016 mit 143 einen neuen Höchststand. Noch vor zehn Jahren lag er bei unter 100. Der aktuelle Höchststand wird vor dem Hintergrund des historisch tiefen Zinsniveaus, das unter anderem Baukredite sehr günstig macht, sowie vergleichsweise stark gestiegener Löhne erreicht.