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accentro-hitzigallee
29 12 2016
Trends in der Geldanlage

Die finanzielle Sicherheit in Deutschland ist hoch. Das schlägt sich auch in der Stimmung der Deutschen nieder. Dem alljährlichen Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) zufolge bewerten 52 Prozent der Befragten ihre finanzielle Situation als gut bis sehr gut. Der Anteil der Zufriedenen ist hoch, hat aber dennoch in den letzten Jahren abgenommen. So lag der Wert im Jahr 2014 bei 58 Prozent und im darauffolgenden Jahr bei 56 Prozent. Der Anteil derer, die ihre Finanzen als schlecht bewerten, ist währenddessen allerdings ebenfalls gesunken, auf nunmehr 8 Prozent. Das Konsumverhalten hat sich aber, trotz niedrigem Zins, nur wenig geändert. 75 Prozent der Befragten konsumieren genau so viel wie im Vorjahr, während bei den verbleibenden 25 Prozent, die ihr Konsumverhalten geändert haben, sogar diejenigen überwiegen, die es eingeschränkt haben oder vorhaben es einzuschränken. Mit fünf Prozent erreicht der Anteil derjenigen, die ihren Konsum ausgeweitet haben, ein Allzeittief dieser Umfrage.

Beim Thema Geldanlage zeigt sich ein größerer Einfluss der momentanen Zinssituation. Diese beschäftigt die Bundesbürger im Hinblick auf ihre Ersparnisse nämlich stark. 58 Prozent geben an, dass die Geldpolitik der EZB und der daraus resultierende Niedrigzins ihre größte Sorge im Hinblick auf ihre Vermögensbildung darstellt. Mangels Alternativen wird zurzeit oft in Immobilien investiert, da sie als sehr sichere Geldanlage gelten. Dies ist unter anderem auch daran zu beobachten, dass in den ersten drei Quartalen dieses Jahres so viele Baugenehmigungen erteilt wurden wie seit 1999 nicht mehr.

Sicherheit als oberstes Gebot

Die Veränderung des Panoramas stärkt den Wunsch nach Sicherheit. Diese war schon immer traditionell wichtig, erlangt aber in diesem Jahr mit einer Nennung durch 57 Prozent der Befragten als wichtigster Faktor bei der Wahl einer Geldanlage ein Rekordhoch und liegt damit vor Flexibilität und Verfügbarkeit. Die hohe Rendite verliert fünf Prozentpunkte an Nennungen und fällt auf den fünften Platz, was sicherlich die Nullzinspolitik reflektiert. Der Erwerb einer Immobilie für die eigene Nutzung rückt weit nach vorne und ist für 59 Prozent der Befragten die beste Option für Vermögensbildung, vor der Immobilie zur Vermietung (29 Prozent) und dem Bausparvertrag (27 Prozent). Aktien (zwölf Prozent) und Investmentfonds (zehn Prozent) werden von weit weniger Sparern als geeignet empfunden. Deutschland bleibt in Sachen Geldanlage also eher konservativ, für höhere Sicherheit nehmen die Sparer eine niedrigere Rendite in Kauf. Da eine schnelle Kehrtwende in der Geldpolitik der EZB nicht wahrscheinlich ist, wird in absehbarer Zeit die Immobilie eine gute und sichere Geldanlage bleiben.