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12 10 2017
Top-Platzierungen für Leipzig, Dresden und Berlin im Städteranking

Mit Leipzig, Dresden und Berlin gehören drei Städte im Osten Deutschlands zu den fünf deutschen Städten mit den besten Zukunftsaussichten. Das jedenfalls ist das Ergebnis des aktuellen Städte-Rankings des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und der Privatbank Berenberg.1 Das Ranking vergleicht die Wettbewerbs- und Standortfaktoren der 30 größten Städte in der Bundesrepublik. Zuletzt wurde es im Jahr 2015 erhoben. Auf Rang eins des Städterankings liegt München, es folgen Leipzig, Frankfurt am Main, Dresden und Berlin. Die schlechtesten Zukunftsaussichten hat demnach Gelsenkirchen.

Leipzig hat große ökonomische und demografische Dynamik

Für das Städteranking werden drei Indizes erstellt, die die wirtschaftliche und demografische Dynamik der Städte sowie verschiedene Standortfaktoren berücksichtigen. Die Ergebnisse fließen dann zu einem Gesamtindex zusammen. Auffällig ist insbesondere das gute Ergebnis von Leipzig. Die größte Stadt Sachsens belegt Rang eins im „Trendindex“, der die Bevölkerungsentwicklung, die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und die Produktivitätsentwicklung abbildet. Leipzig verfügt demnach über die größte ökonomische und demografische Dynamik und präsentiert sich mit einer überdurchschnittlichen Wettbewerbsfähigkeit.

Die zehn Städte mit den besten Zukunftsaussichten – zu denen neben den genannten außerdem Köln, Wiesbaden, Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf gehören – offenbaren, wie es in der Analyse heißt, „keine wesentlichen Schwächen und zeigen in den Rankings seit Jahren eine weitestgehend konstante Entwicklung“. Die Autoren des HWWI/Berenberg-Städte-Rankings stellen heraus, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands entscheidend von der Entwicklung der Städte abhänge. Demnach leben 23 Prozent der deutschen Bevölkerung in den 30 größten Städten, Tendenz steigend. Die Städte seien Wachstumstreiber für ganze Regionen.

Die Großstädte wachsen besonders stark

Die wachsende Bedeutung der Großstädte wird auch in einer aktuell veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln herausgestellt.2 Demnach soll die Bevölkerung in Deutschland nicht zurückgehen, sondern durch Zuwanderung und höhere Geburtsraten bis 2035 auf 83,1 Millionen ansteigen. Das sind etwa eine Million mehr Einwohner als noch Ende 2015. Besonders stark zulegen sollen vor allem die Großstädte. Berlin etwa soll bis 2035 um 14,5 Prozent auf vier Millionen Einwohner wachsen. München soll um 14,4 Prozent wachsen, Hamburg um 9,1 Prozent.

1 www.hwwi.org/publikationen/partnerpublikationen/publications-with-our-partners/staedteranking-2017/gesamtstudie.html
2 www.iwkoeln.de/studien/iw-trends/beitrag/philipp-deschermeier-bevoelkerungsentwicklung-in-den-deutschen-bundeslaendern-bis-2035-357919