Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
09 03 2017
Start-ups und internationale Konzerne bevorzugen Berlin

Die hohe Lebensqualität bei vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten, ein lebendiges Kulturangebot und das internationale Umfeld sind gute Gründe, warum immer mehr vor allem junge Unternehmer ihre Geschäftsidee in der deutschen Hauptstadt umsetzen wollen. Dadurch hat sich die Stadt in den vergangenen Jahren zur Hauptstadt der Unternehmensgründungen entwickelt. Im Durchschnitt entstehen jährlich 40.000 neue Unternehmen in Berlin. Für Gründer aus der Kreativwirtschaft und der Technologiebranche ist die deutsche Hauptstadt besonders anziehend. Nach Angaben der Wirtschafts- und Technologieförderung Berlin Partner wird alle 20 Stunden ein neues Start-up in den technologieorientierten Branchen gegründet. Nicht zuletzt liegt dies darin begründet, dass vor allem auch die Büro- und Standortkosten wesentlich niedriger als in anderen Metropolen sind. Zahlreiche Studien sehen Berlin als einen global führenden Standort für Unternehmensgründungen mit dem weltweit besten Wachstumspotenzial. Die umsatzstärksten Start-ups Deutschlands haben hier ihren Sitz, zum Beispiel Zalando. Die Start-up-Szene entwickelt sich dabei zu einem wichtigen Motor am Berliner Arbeitsmarkt.

Berlin zieht junge, hochqualifizierte Menschen aus aller Welt an

War die Berliner Wirtschaft bis in die Mitte der 2000er-Jahre noch von einem tiefgreifenden Strukturwandel geprägt, der zu Arbeitsplatzverlusten führte, steigt seit dem Jahr 2005 die Wirtschaftsleistung in Berlin wieder. Mittlerweile hat Berlin ein höheres Wirtschaftswachstum als die meisten anderen Bundesländer und als Gesamtdeutschland.

Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg weist Berlin seit fast fünf Jahren ununterbrochen die höchsten Zuwachsraten aller Bundesländer auf. Dieser Erfolg spiegelt sich auch auf dem lokalen Arbeitsmarkt wider, an dem die Start-ups einen wesentlichen Anteil haben. . Einer Studie des Instituts für Strategieentwicklung (IFSE) zufolge beschäftigt die gesamte Berliner Start-up-Branche mittlerweile 13.200 Angestellte. Damit hat diese Branche innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Arbeitsstellen in der deutschen Hauptstadt geschaffen. Nach Einschätzung der Experten könnte in Berliner Start-ups sogar schon in zwei Jahren die Mehrheit der Arbeitnehmer in der Metropole tätig sein. Mit einem Anteil von 33,7 Prozent ausländischer Mitarbeiter sind Berliner Start-ups im bundesweiten Vergleich zudem am internationalsten.

Symbiose von Wissenschaft und Wirtschaft ist Basis für den Erfolg

Die Verbindung mit dem wissenschaftlichen Potenzial an den Universitäten und Hochschulen lockt inzwischen Weltmarktführer und große Konzerne nach Berlin, die lieber hier Forschungsabteilungen aufbauen statt an den traditionellen Hightech-Standorten in Süddeutschland. Die Statistik des Erfolgs besteht aus nüchternen Zahlen. Im wirklichen Leben betrifft er Tausende Berliner mit ihren Familien, die wieder eine berufliche Zukunft haben. Denn die kräftig steigende Beschäftigung hat die Arbeitslosenquote in der Hauptstadt deutlich nach unten gedrückt. Zum ersten Mal seit der deutschen Einheit wird die Quote in diesem Jahr im Durchschnitt voraussichtlich unter die Marke von zehn Prozent fallen. Seit dem Höchststand im Jahr 2005 mit 19 Prozent hat sich die Quote damit nahezu halbiert. Im Oktober lag die Zahl der Arbeitslosen bei 172.000. Das sind 40 Prozent weniger als vor zehn Jahren.