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05 10 2017
Risiko-Rendite-Ranking: B-Städte hängen Metropolen ab

Die Rahmenbedingungen für Investments in Wohnimmobilien sind in sogenannten B-Städten häufig attraktiver als in den großen Metropolen. Das ist das Ergebnis des Risiko-Rendite-Rankings 2017, das die Dr. Lübke & Kelber GmbH Ende September für insgesamt 110 deutsche Standorte veröffentlicht hat. Für das Ranking werden die zu erwartenden Eigenkapitalrenditen den jeweiligen Standortrisiken gegenübergestellt.

Beachtenswert für Investoren sind bei dem Ranking folgende Ausschläge. An der Spitze des Rankings im Bereich Bestand liegen die Städte Osnabrück, Wolfsburg und Worms. Für Neubauinvestitionen sind Wolfsburg, Aschaffenburg und Fürth die attraktivsten Standorte, auf den Rängen vier und sechs folgen mit Dresden und Leipzig zwei ostdeutsche Metropolen. Dort werden dem Risiko-Rendite-Ranking zufolge Renditen erzielt, die deutlich über der jeweils ermittelten, das Standortrisiko berücksichtigenden Mindestrendite liegen.

Kriterien für das Ranking

Wichtig sind auch die Kriterien, die für das Ranking zugrunde gelegt werden. Für die Analyse wurde eine Eigenkapitalquote von 55 Prozent und eine Finanzierung mit einem Zins von 1,2 Prozent bei zehn Jahren Zinsbindung angenommen. Auf Basis dieser Werte konnten in fast allen untersuchten Städten Eigenkapitalrenditen von mehr als drei Prozent erzielt werden, sowohl im Bestands- als auch im Neubausegment.

In Metropolen ist das Risiko am geringsten

Die risikoärmsten Städte sind dem Ranking zufolge die Metropolen München, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart. Auffällig ist demnach, dass sich in den A-Städten vor allem die mittleren Lagen lohnen. In den guten Lagen liegen die zu erzielenden Renditen dagegen teilweise unter den jeweils ermittelten Mindestrenditen. Empfohlen wird deshalb die sogenannte ABBA-Strategie, die besagt, dass Investitionen in den A-Städten in mittleren Lagen sowie in B-Städten in guten Lagen getätigt werden sollten.

Das Risiko-Rendite-Ranking hat darüber hinaus ermittelt, in welchen Städten sich das Kaufen am meisten gegenüber dem Mieten rentiert. An der Spitze liegen insbesondere B-Städte wie Göttingen, Würzburg oder Jena, im Neubausegment aber auch Dresden und Leipzig. Bei Bestandswohnungen sind es 87 von 110 untersuchten Städten, in denen sich das Kaufen mehr lohnt als das Mieten. Im Neubau hingegen sind es nur 21 Städte.

Im Ergebnis erlaubt das Ranking deutliche Rückschlüsse auf mögliche Preisüberhitzungen am deutschen Wohnungsmarkt. Aufgrund des soliden Verhältnisses zwischen Risiken und Renditen ist demnach zur Zeit nicht mit einer Preisüberhitzung zu rechnen.