Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
16 11 2017
Ostdeutscher Wohnimmobilienmarkt wird immer attraktiver

Ein positives Zeugnis stellt eine aktuelle Studie den Wohnimmobilienmärkten zahlreicher Städte in den ostdeutschen Bundesländern aus. Dem Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017 der TAG Immobilien AG zufolge stechen ostdeutsche Städte durch erhöhten Zuzug, steigende Kaufkraft und eine wachsende Nachfrage hervor. Diese Entwicklung führt darüber hinaus zu steigenden Kauf- und Mietpreisen sowie zu sinkenden Leerständen. Für den Bericht wurden 27 Groß- und Mittelstädte in Ostdeutschland analysiert.

Bevölkerung kann sich höhere Mieten leisten

Die ostdeutschen Groß- und Mittelstädte verzeichnen demnach ein starkes Bevölkerungswachstum. In allen 27 untersuchten Städten ist die Einwohnerzahl im Jahr 2015 gestiegen. Durch die erhöhte Nachfrage ziehen die Mietpreise teilweise deutlich an. In den meisten Städten sind die Mieten seit 2012 im zweistelligen Prozentbereich gestiegen, am deutlichsten jedoch in Berlin (33,4 Prozent) und Leipzig (25 Prozent). Eine ähnliche Entwicklung stellt der Wohnungsmarktbericht bei den Kaufpreisen sowohl im Bestand als auch im Neubau fest.

Trotz der höheren Miet- und Kaufpreise stellen die Wohnkosten für die Bevölkerung in Ostdeutschland keine übermäßige Belastung dar. In zwei Drittel der untersuchten Städte ist die Wohnkostenbelastung zwischen 2006 und 2017 sogar gesunken. Grund dafür ist die deutlich erhöhte Kaufkraft der Bewohner. Der starke Arbeitsmarkt führt zu sinkenden Arbeitslosenzahlen und höheren Löhnen, wodurch sich die Bevölkerung höhere Miet- und Kaufpreise leisten kann.

Leipzig wächst und wird jünger

Auffällig ist insbesondere die Entwicklung der sächsischen Metropole Leipzig, die in der Studie als „demografischer Superstar“ bezeichnet wird. Nicht nur wächst Leipzig so stark wie keine andere ostdeutsche Stadt, abgesehen von Berlin. Sondern die Bevölkerung wird auch immer jünger. Durch den Zuzug vor allem von jungen Familien ist das Durchschnittsalter in Leipzig seit 2011 um ein Jahr auf 42,8 Jahre gesunken. Die wirtschaftliche Entwicklung Leipzigs ist ebenfalls ausgesprochen positiv, die Arbeitslosenzahl ist dem Wohnungsmarktbericht zufolge seit 2010 um rund 29 Prozent gesunken. Dadurch ist es möglich, dass die Mietpreise in Leipzig zwar stark gestiegen sind, die Wohnkostenbelastungsquote seit 2006 trotzdem sogar leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 22,9 Prozent gesunken ist. Zum Vergleich: In Berlin beträgt die Wohnkostenbelastungsquote derzeit 31,6 Prozent, in Potsdam 29,2 Prozent.

Hohe Renditen in Mittelstädten

Der Wohnungsmarktbericht legt darüber hinaus ein Augenmerk auf die zu erzielenden Bruttorenditen für Wohnimmobilieninvestoren. Die höchsten Bruttorenditen sind demnach in den Mittelstädten zu erzielen, Spitzenreiter ist Görlitz mit durchschnittlich 11,8 Prozent. Doch auch die Metropolen Leipzig (4,8 Prozent), Dresden (5,3 Prozent) und Berlin (4,5 Prozent) bieten Investoren noch vernünftige Renditen. Die ostdeutschen Städte, so ein Fazit der Studie, sind für Wohnimmobilieninvestoren daher einen genauen Blick wert.

1 www.tag-ag.com/en/news/press-releases/announcement/tag-immobilien-ag-wohnungsmarktbericht-2017-ostdeutsche-mittelstaedte-werden-immer-attraktiver-new/