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03 10 2019

Ostdeutsche Wohnungsmärkte holen auf

In den deutschen Großstädten sind 2018 die Verkaufszahlen von Eigentumswohnungen insgesamt zurückgegangen, die Kaufpreise im Schnitt jedoch deutlich gestiegen, wie der ACCENTRO Wohneigentumsreport 2019 ergeben hat. Eine besonders positive Entwicklung verzeichneten demzufolge außerdem mehrere Standorte in den ostdeutschen Bundesländern.

Die höchsten Preissteigerungen aller Großstädte beispielsweise weist Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt mit einem Plus von 35,56 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf. Das thüringische Jena liegt mit einer Steigerung um 28,48 Prozent auf Rang 3, und auch Chemnitz auf Rang mit einem Plus von 17,56 Prozent fällt positiv auf. Denn Chemnitz war bereits im Vorjahresreport einer der großen Gewinner und verzeichnete 2017 eine Preissteigerung um 19,74 Prozent. In der sächsischen Stadt ist also ein anhaltender Positivtrend bei der Preisentwicklung zu verzeichnen. Mit Rostock, der bevölkerungsreichsten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, findet sich darüber hinaus ein weiterer ostdeutscher Standort in den Top Ten der Großstädte mit den größten Preissteigerungen 2018 wieder.
 

Leipzig ist einer der aktivsten Wohnungsmärkte

Leipzig kann außerdem seinen Stand als einer der wichtigsten Wohnungsmärkte Deutschlands festigen. Was das Umsatzvolumen betrifft, liegt Leipzig weiter direkt hinter den sieben A-Städten auf Rang 8. Bei den Transaktionszahlen überflügelt die sächsische Stadt sogar einige der Top-7-Standorte und verzeichnet die deutschlandweit fünftmeisten Verkäufe von Eigentumswohnungen.

Auffällig ist ferner, dass der Leipziger Wohnungsmarkt, obwohl er zu den größten und wichtigsten in Deutschland gehört, auch überdurchschnittlich aktiv ist. Bei den Verkäufen je 1.000 Einwohner liegt Leipzig auf Rang 7, im Vorjahr war es sogar Rang 2. In Leipzig herrscht also so viel Aktivität auf dem Wohnungsmarkt, wie es ansonsten vor allem in kleineren Großstädten der Fall ist.
 

Neubau entwickelt sich stärker in kleineren Großstädten

Ähnlichkeiten mit den Top-7-Metropolen verzeichnet Leipzig dagegen im Neubausegment, wo sich wie bei den meisten A-Städten ein klarer Negativtrend abzeichnet. Die Zahl der verkauften Neubauwohnungen ging gegenüber 2017 um 11,58 Prozent zurück. Auch in Dresden, der Landeshauptstadt Sachsens, gingen die Neubauverkäufe zurück, doch anders als in Leipzig sind die Neubauaktivitäten in Dresden überproportional hoch. Mit 1.205 verkauften Neubauwohnungen liegt die sächsische Landeshauptstadt hinter Berlin, Hamburg, München und Frankfurt am Main auf Rang 5.

Eine positive Entwicklung im Neubau zeigt sich dagegen an den bereits erwähnten Standorten Halle (Saale), Jena, Rostock und Chemnitz. In diesen ostdeutschen Städten ist die Zahl der verkauften Neubauwohnungen deutlich angestiegen – Projektentwickler und Investoren haben offenbar viel Zuversicht, was die Entwicklung einiger ausgewählter Großstädte im Osten der Bundesrepublik betrifft.