Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
22 09 2016
Neuer Rekord beim Immobilienumsatz in Berlin

Wohnungen in der Hauptstadt werden immer beliebter. Die Verkaufsumsätze für Berliner Wohnimmobilien sind gegenüber dem Vorjahr um eindrucksvolle 40 Prozent gestiegen. Damit hat die Bundeshauptstadt hat als erste Großstadt Deutschlands die Schwelle von fünf Milliarden Euro geknackt. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige ACCENTRO Wohneigentums-Report. Die beeindruckende Dynamik Berlins hatte selbst viele Experten überrascht. Dass sich der Boom nicht nur auf die Wohnungen beschränkt, zeigt der Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin. Im vergangenen Jahr wurden Wohnungen, Häuser und Grundstücke für insgesamt 18,1 Milliarden verkauft, was einen Anstieg von gut einem Drittel gegenüber 2014 und somit ein neues Rekordhoch bedeutet. Die verkaufte Grundstücksfläche stieg um 11 Prozent auf 11,66 Millionen Quadratmeter, was einer Größe von mehr als 1.166 Fußballfeldern entspricht. Diese Entwicklung zeigt die enorme Dynamik unserer Hauptstadt. Die Berliner Wachstumsstory hat weiter an Fahrt gewonnen.

Die Zahl der Eigentumswohnungen wächst stetig

Im Jahr 2015 gab es 24.452 neue Eigentumswohnungen, das sind knapp zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Ein Teil davon sind neu gebaute beziehungsweise noch zu bauende Objekte, aber auch die Zahl der Eigentumswohnungen steigt an, die aus bestehenden Mietwohnungen umgewandelt wurden. Bereits bebaute Grundstücke verzeichneten insgesamt einen Umsatzanstieg um etwa ein Drittel und rund 14 Prozent Preissteigerung. Durchschnittlich lag der Kaufpreis aller im Jahr 2015 verkauften Eigentumswohnungen bei 2.851 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der höchste Kaufpreis wurde mit rund 13.500 Euro pro Quadratmeter in Berlin Mitte, nahe dem Gendarmenmarkt erzielt.

Der Preis für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser mit durchschnittlich 2.753 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche liegt ähnlich hoch wie der für Eigentumswohnungen, wobei es deutliche Unterschiede je nach Stadtviertel gab. Am teuersten waren Ein- und Zweifamilienhäuser in Wilmersdorf, Grunewald und Dahlem. In Köpenick und Hohenschönhausen kosteten sie am wenigsten.

Neubau boomt in Berlin

Wie können Politik und Wohnungswirtschaft diesen Preissteigerungen begegnen? Ein Schlüssel ist der Neubau. Der ACCENTRO Wohneigentums-Report zeigt deutlich, dass dieses Segment in Berlin enorm an Bedeutung gewinnt. Seit dem Jahr 2009 hat sich die Anzahl der verkauften Neubauwohnungen in Berlin mehr als versechsfacht. Im vergangenen Jahr hat Berlin mit etwa 5.200 verkauften Neubauwohnungen einen neuen Rekord aufgestellt. Die Zahlen zeigen klar und deutlich: Egal ob zur Kapitalanlage oder zur Vermietung – die Eigentumswohnung wird in Berlin immer beliebter!

Der Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin zeichnet ein ähnliches Bild. Etwa jedes zweite von 1.687 unbebauten Grundstücken wurde für die Errichtung von Ein- oder Zweifamilienhäusern verkauft. Gut ein Zehntel der gesamten Bauflächen ist für Geschosswohnungen eingeplant, sieben Prozent für Gewerbe. Durch die anhaltende Nachfrage nach Bauland in Berlin wurden zu Beginn des Jahres die Bodenrichtwerte angehoben. Diese stellen durchschnittliche, auf den Quadratmeter Grundstücksfläche bezogene Werte dar, welche die typischen Nutzungs- und Wertverhältnisse in den jeweiligen Gebieten berücksichtigen, jedoch nicht die besonderen Eigenschaften einzelner Grundstücke. Sie dienen als Ausgangswerte für die Marktorientierung. Zudem kann damit der Wert individueller Grundstücke ermittelt werden, was sich dann im Preis widerspiegelt. Für Ein- und Zweifamilienhäuser gab es eine Anhebung um durchschnittlich ein Fünftel, im Südwesten der Stadt sogar teilweise um die Hälfte des Richtwertes. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr Immobilienbesitzer vom Boom des Berliner Immobilienmarktes profitieren.

Dieser Trend wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen, denn die ungebrochene Nachfrage bei immer weniger Immobilienangeboten sorgt weiterhin für steigende Preise. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin rechnet sogar bei unbebauten Grundstücken mit einem Anstieg des Geldumsatzes um 14 Prozent, bei Ein- und Zweifamilienhäusern um 8 Prozent sowie bei Wohnungs- und Teileigentum um 10 Prozent. Insgesamt lässt sich sagen, dass bei den aktuellen Entwicklungen eine Investition in Wohneigentum auch in Zukunft gut angelegt ist.