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30 03 2017
Nachfragedruck auf Berliner Wohnungsmarkt lässt die Mieten weiter steigen

Im Jahr 2016 sind die Berliner Mieten trotz der seit dem Jahr 2015 geltenden Mietpreisbremse im Durchschnitt um mehr als zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die durchschnittliche Kaltmiete stieg im Untersuchungszeitraum auf 10,15 Euro pro Quadratmeter. In der deutschen Hauptstadt haben die durchschnittlichen Neuvertragsmieten damit erstmals die Zehn-Euro-Marke überschritten. Im Jahr 2015 lagen sie noch bei 9,05 Euro. Dies geht aus der aktuellen Wohnungsmarktbeobachtung des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL) hervor. Das Unternehmen untersucht seit dem Jahr 2004 die Wohnungsmärkte in den acht deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig.

Höchster Mietpreisanstieg seit dem Jahr 2012

Wie JLL mitteilt, ist die Anspannung auf den Mietmärkten in den untersuchten Städten im Jahr 2016 weiter gewachsen und hat zu einem neuen Rekordjahr bei den Mietpreisanstiegen geführt. In einigen Städten wurde sogar das Wachstum aus dem bisherigen Rekordjahr 2012 übertroffen. Grund dafür ist nach Angaben von JLL die hohe Zuwanderungsrate in beliebte Großstädte wie Berlin und München. Diese führt wiederum zu einer erhöhten Nachfrage, welche die Mieten weiterhin steigen lässt, da das Angebot an freien Wohnungen viel zu knapp ist. JLL geht daher für die kommenden Jahre von einer weiteren Annäherung der Berlin Wohnungsmieten an das Niveau andere Großstädte aus.

69 Prozent Mietpreissteigerung seit dem Jahr 2004

Seit Beginn der Marktbeobachtung durch JLL im Jahr 2004 sind vor allem in Berlin die Mieten mit einem Anstieg um 69 Prozent besonders stark gestiegen. Am geringsten fiel das Preiswachstum in den Jahren von 2004 bis 2016 in Köln aus, mit insgesamt 26 Prozent (8,70 auf 11 Euro). Besonders auffallend ist, dass die Mieten in anderen untersuchten Großstädten zwar deutlich höher sind, aber eine geringere Dynamik als die Mietpreise auf dem Berliner Wohnungsmarkt aufweisen. So sind die Mietpreise in Hamburg seit dem Jahr 2004 zwar um 40 Prozent auf 11,50 Euro und in München sogar um 57 Prozent auf 17,55 Euro gestiegen. Berlin mit seinen 69 Prozent weist jedoch die höchste Wachstumsrate auf.