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09 02 2017
Miet- und Kaufpreise in Berlin entwickeln sich dynamischer als noch vor drei Jahren

Die Mieten in Berlin steigen bereits seit einigen Jahren stetig weiter. Im Jahr 2016 wies das Preiswachstum jedoch eine noch dynamischere Entwicklung als in den Vorjahren auf. So sind die Mietpreise statt um durchschnittlich zwei bis drei Prozent in diesem Jahr um 6,7 Prozent auf acht Euro (Standardlage) beziehungsweise um 5,5 Prozent auf 9,50 Euro (Vorzugslage) je Quadratmeter Wohnfläche und Monat gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Immobilienpreisservice 2016/2017 des Immobilienverbands Deutschland (IVD) hervor. Die Standardwohnlage eines Bezirks definiert der IVD dabei als die überwiegende, im Ortsvergleich einfache Lage. Als Vorzugslage gilt die jeweils bessere Lage. Bei den ausgewiesenen Mieten handelt es sich laut IVD um „Schwerpunktmieten“, also um die hauptsächlich verlangten Mieten. Für die Analyse wurden Preise für Mietwohnungen und Wohneigentum herangezogen. Die Preise basieren auf rund 1.500 tatsächlich vereinbarten Miet- und Kaufpreisen, nicht nur auf Angeboten. Nicht berücksichtig wurden bei der Studie erstvermietete Neubauten.

Große Preisunterschiede in den zwölf Bezirken

Die Miethöhen in den zwölf Berliner Bezirken weisen große Unterschiede auf. So ist die durchschnittliche Miete in Vorzugslagen von Charlottenburg-Wilmersdorf berlinweit am höchsten. Hier werden durchschnittlich 11,50 Euro je Quadratmeter (nettokalt) bezahlt. Auch die Miete in den Standardlagen ist in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 9,50 Euro die höchste in der Hauptstadt. Dahinter folgt der Bezirk Mitte. Hier müssen für eine Wohnung in Vorzugslage pro Quadratmeter 11,25 Euro kalt gezahlt werden. Auch in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg (je 10,25 Euro) sowie in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow (je 10 Euro) sind die Mietpreise in Vorzugslagen auf ein überdurchschnittliches Niveau gestiegen. Am preisgünstigsten waren im Jahr 2016 die vereinbarten Mieten im Bezirk Spandau. In Vorzugslagen betrug die Durchschnittsmiete dort 8,25 Euro, in Standardlagen sieben Euro.

Preise für Wohneigentum sind ebenfalls deutlich gestiegen

Nicht nur die Mieten, sondern auch die Kaufpreise für Wohneigentum sind im Jahr 2016 deutlich gestiegen. So verteuerten sich Eigentumswohnungen im Bestand in Vorzugswohnlagen durchschnittlich um 12 Prozent auf 2.800 Euro je Quadratmeter, in Standardwohnlagen stiegen die Preise sogar um 13,5 Prozent auf 2.100 Euro je Quadratmeter. Damit wurde das Preiswachstum des Vorjahres in Standardlagen (plus 12,2 Prozent im Jahr 2015) erneut übertroffen. Neu gebaute Eigentumswohnungen in Standardwohnlagen kosteten 12,5 Prozent mehr (im Schnitt 3.600 Euro), in Vorzugslagen erhöhten sich die Preise um rund 7,5 Prozent auf 4.300 Euro je Quadratmeter. Nach Angaben des IVD liegt der Grund für den Anstieg vor allem darin, dass das Angebot sowohl bei Miet- als auch bei Eigentumswohnungen immer noch weit unter der Nachfrage liegt. Eine Trendwende ist nach Einschätzung des Verbandes nicht zu erwarten.