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04 09 2014
Jubiläum der IBB: Unterstützung für Berlins Wirtschaft

Der Aufschwung der Berliner Wirtschaft reißt nicht ab: Das Bruttoinlandsprodukt der Hauptstadt steigt schneller als das der anderen Bundesländer, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück und immer mehr Unternehmen werden gegründet. Hinter dieser Entwicklung steht auch die Investitionsbank Berlin (IBB), die Förderbank der Bundeshauptstadt. In diesem Jahr wird die IBB zehn Jahre alt.

Milliarden für Berlin und seine Unternehmen

So facettenreich die Berliner Unternehmenskultur, so vielschichtig ist auch die Förderung durch die IBB. Die Darlehen und Zuschüsse der Förderbank fließen in erster Linie Firmen der fünf wichtigsten Berliner Wirtschaftszweige zu. Dazu gehören die Kreativwirtschaft, Verkehr und Logistik, Optik, Energietechnik und die Gesundheitsbranche. Die IBB Beteiligungsgesellschaft, eine Tochterfirma der IBB, hilft zudem Start-ups auf die Sprünge. Aktuell unterstützt sie 75 neu gegründete Firmen. Von den Finanzspritzen der IBB profitieren nicht nur private Unternehmen, sondern auch das Land Berlin. Insgesamt konnten sich das Land und die privaten Unternehmen der Hauptstadt in den vergangenen zehn Jahren über Zuschüsse von 1,1 Milliarden Euro und über Kredite in Höhe von 1,7 Milliarden Euro freuen.

Förderung des Wohnungsneubaus in Berlin

IBB-Vorstandschef Rolf Friedhofen zufolge sieht sich die Förderbank auch als Dienstleister für das Land Berlin. Folglich erstreckt sich ihr Wirkungsbereich auch auf den Wohnungsneubau. Denn da immer mehr Menschen in die Hauptstadt ziehen, wird in den kommenden Jahren mehr Wohnraum nachgefragt werden. Schon jetzt fehlt es vor allem an günstigen Wohnungen. Der Senat will die Schaffung von „bezahlbarem“ Wohnraum mit 320 Millionen Euro fördern. Diese Summe, die die IBB verwaltet und verteilt, soll bis 2020 in den Bau von 25.000 Wohnungen in Berliner Innenstadtlagen fließen.

Die IBB feiert in diesem Jahr zwar ihr zehnjähriges Bestehen – das Institut zur Wirtschaftsförderung bestand in anderer Form jedoch schon lange vor 2004. Ursprünglich ging die IBB aus der Wohnungsbau-Kreditanstalt hervor, die bereits in den zwanziger und dreißiger Jahren die Bereitstellung von Wohnungen unterstützte. In den neunziger Jahren war eine Abteilung der Landesbank Berlin für die Wirtschaftsförderung zuständig. Als Folge des Berliner Bankenskandals 2001 wurde die Landesbank umstrukturiert und die IBB zu einem eigenständigen Institut.