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23 06 2016
In Berlin ist Kaufen günstiger als Mieten

Die Preise für Eigentumswohnungen bewegen sich in der deutschen Hauptstadt auf hohem Niveau und werden voraussichtlich weiter steigen. So verteuerten sich die Kaufpreise für Berliner Eigentumswohnungen im Bestand seit 2013 im Durchschnitt um neun Prozent pro Jahr. Diese Preissteigerung steht jedoch einem historisch niedrigen Zinsniveau gegenüber, von dem Wohnungskäufer aktuell profitieren. Dies belegt der aktuelle Kaufpreisspiegel der LBS-Nord. Denn in zehn von insgesamt zwölf Berliner Bezirken ist trotz der gestiegenen Preise der Kauf einer Wohnung immer noch sehr viel günstiger als eine Anmietung. Grundlage der Untersuchung durch das Forschungsinstitut empirica im Auftrag der LBS war die Auswertung der Verkaufsangebote in Berliner Tageszeitungen sowie die Angebote in Onlineportalen im ersten Quartal 2016. Die Finanzierung einer Eigentumswohnung wurde dabei mit 25 Prozent Eigenkapital und einer monatlichen Belastung von fünf Prozent angenommen und mit den Angebotsmieten verglichen.

Käufer in Lichtenberg profitieren am meisten

Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Bestandsimmobilie in Berlin liegt laut empirica derzeit bei 2.920 Euro pro Quadratmeter. Berlinweit sind die Preise für die in der Studie als gebrauchte Immobilien bezeichneten Eigentumswohnungen im Bestand damit gegenüber dem ersten Quartal 2013 durchschnittlich um neun Prozent pro Jahr gestiegen. Trotz der starken Preissteigerungen seien jedoch Wohnungskäufer gegenüber Mietern im Vorteil, besonders in Lichtenberg. Kaufinteressenten können in diesem Berliner Bezirk momentan am meisten profitieren. Bei einem durchschnittlichen Preis von 115.000 Euro für eine gebrauchte Wohnimmobilie in diesem Berliner Bezirk können Käufer gegenüber Mietern pro Monat 170 Euro einsparen – das ist die höchste in der Studie ermittelte Differenz. Auch in Neukölln, wo der durchschnittliche Kaufpreis bei 160.000 Euro liegt, ist der Vorteil für Käufer mit 150 Euro monatlicher Ersparnis sehr hoch. Die LBS-Experten raten jetzt allen Interessenten, die aktuellen Zinsen zu nutzen und ihre Traumwohnung zu erwerben. Denn durch das niedrige Zinsniveau lässt sich die Tilgungsdauer für den aufgenommen Kredit drastisch verkürzen.

Preissteigerungen im zweistelligen Bereich pro Jahr

Während die Preise im Durchschnitt laut Studie um neun Prozent gestiegen sind, konnten einige Bezirke seit 2013 sogar Preissteigerungen im zweistelligen Bereich verzeichnen. Am stärksten ist dies in den vergangenen drei Jahren in Neukölln zu beobachten. Die Wohnungen haben sich hier jährlich um rund 14 Prozent verteuert. Doch trotz der beträchtlichen Preissteigerungen in kurzer Zeit sind Käufer auch in diesem Bezirk gegenüber Mietern im Vorteil. Auch in Spandau mit einem Plus von 12,3 Prozent, Tempelhof-Schöneberg (plus 11,9 Prozent), Reinickendorf (plus 11,5 Prozent), Marzahn-Hellersdorf (plus 11,2 Prozent) und Friedrichshain-Kreuzberg (plus 10,8 Prozent) gab es deutliche jährliche Preissteigerungen. Unabhängig vom Vergleich Kaufen oder Mieten identifizierten die Forscher die günstigsten Angebote von gebrauchten Eigentumswohnungen in Marzahn-Hellersdorf. Doch auch dieser Bezirk verteuerte sich in den letzten drei Jahren drastisch. Während vor drei Jahren ein Viertel der Wohnungen noch zu einem Preis von 950 Euro pro Quadratmeter angeboten wurde, beträgt dieser nun 1.389 Euro pro Quadratmeter.