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accentro-hitzigallee
20 04 2017
Immobilienkauf ist finanziell vorteilhafter als Mieten

Eine aktuelle Studie des Forschungsinstitutes empirica in Zusammenarbeit mit LBS Research zeigt auf, dass der Kauf einer Wohnimmobilie für Selbstnutzer finanziell lohnenswerter ist, als bis ins Alter in einem vergleichbaren Objekt zur Miete zu wohnen. Die Analyse basiert auf den aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) des Statistischen Bundesamtes. Diese untersuchen über einen längeren Zeitraum die Wohnkosten von Mieter- und Eigentümerhaushalten. Für die Studie von empirica und LBS Research wurden Mieter und Eigentümer mit einem Nettomonatseinkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro betrachtet. Untersucht wurden jeweils die tatsächlichen Wohnkosten. Bei Mietern war die Bruttowarmmiete entscheidend, bei Eigentümern waren es die Ausgaben für Zins und Tilgung sowie kalte und warme Nebenkosten. Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass die Anfangsbelastung bei einem Wohnungskauf in der Regel zwar höher ist als die Wohnkosten vergleichbarer Mieterhaushalte. Auf längere Sicht jedoch profitieren Wohnungseigentümer.

Wohnkosten für Eigentümer sinken

Denn während Mieterhaushalte im Lauf der Zeit mit stetig steigenden Wohnkosten rechnen müssen, sinken bei den Eigentümern der Studie zufolge die Ausgaben fürs Wohnen kontinuierlich. Ist die Immobilie schließlich abbezahlt, müssen ihre Eigentümer im Schnitt nur noch jeden sechsten Euro für das Wohnen ausgeben, die Wohnkosten schuldenfreier Selbstnutzer liegen laut LBS Research nur noch bei 16 Prozent ihres Einkommens. Mieter hingegen müssen zum gleichen Zeitpunkt immer noch fast jeden dritten Euro für Wohnkosten ausgeben. Ein weiterer Vorteil für Eigentümer ist, dass sie meist über größere Wohnflächen verfügen, so ein Ergebnis der Studie. Eigentumswohnungen sind oft komfortabler und besser ausgestattet als Mietwohnungen. Das liegt aus Sicht der Forscher vor allem daran, dass Wohnungseigentümern nach einer gewissen Zeit die Differenz der Wohnkosten zum Konsum zur Verfügung steht. Im Durchschnitt sind das im Vergleich zu einem Mieterhaushalt etwa 100 Euro pro Monat – mit steigender Einsparungstendenz in Abhängigkeit vom Alter der Eigentümer. Zu dieser Ersparnis kommt hinzu, dass Wohnungseigentümer ihre eigenen vier Wände oft kostengünstiger bewirtschaften als Mieter, da sie zum Beispiel für kleinere Reparaturen öfter selbst Hand anlegen. Neben den geringeren Ausgaben ist jedoch der größte Vorteil für Wohnungseigentümer, dass sie sich keine Sorgen um Mieterhöhungen oder Verdrängung machen müssen.