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19 11 2015
IBB-Wohnungsmarktbarometer: Berliner Wohnungsmarkt bleibt angespannt

Die Lage am Berliner Wohnungsmarkt wird sich nicht allzu schnell beruhigen. So sehen es die 200 Experten, die für das diesjährige Wohnungsmarktbarometer der Berliner Investitionsbank (IBB) befragt wurden. Jedes Jahr vermittelt das Barometer Eindrücke und Prognosen zur Entwicklung am Berliner Wohnungsmarkt. Für die kommenden drei Jahre schätzen die Experten die Nachfrage nach Wohneigentum sowie Mietwohnungen in Berlin als gleichbleibend ein. Nach wie vor herrsche jedoch ein breites Angebotsdefizit an Wohnraum, welches die sehr angespannte Lage am Berliner Wohnungsmarkt verursache. So verzeichnet das Barometer nicht nur in allen Mietkategorien, sondern auch in den einzelnen Eigentumssegmenten die stärksten Anspannungswerte seit Beginn der jährlichen Befragung.

Zu wenig Bauland verhindert Gleichgewicht am Wohnungsmarkt

Die diesjährige IBB-Befragung bestätigt erhebliche Probleme am Berliner Wohnungsmarkt. Auf Platz eins der genannten Schwierigkeiten steht in diesem Jahr der Mangel an geeignetem Bauland. Dieses Thema habe in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und wurde nun von 41 Prozent der befragten Experten als das Problem genannt. Auch steigende Nettokaltmieten seien für viele Wohnungssuchende ein Problem. Damit sich die Lage am Berliner Wohnungsmarkt wieder entspannt, müssten laut Expertenmeinung vor allem Mietwohnungen im unteren und mittleren Preissegment gebaut werden, denn hier sei die Nachfrage besonders hoch. Im Vergleich dazu seien Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser zur Miete weniger gefragt. Im Eigentumsbereich liege der höchste Bedarf im Teilsegment der Eigentumswohnungen, die zwischen 45 und 100 Quadratmetern groß seien.

Gutes Investitionsklima stimmt zuversichtlich

Eine positive Entwicklung am Berliner Wohnungsmarkt sehen die Experten darin, dass das Investitionsklima für den Neubau von Eigenheimen, Eigentumswohnungen und Mietwohnungen in Berlin zuletzt neue Höchstwerte erreicht hat. Gerade bei den Mietwohnungen deute diese Entwicklung auf einen positiven Wandel hin, denn diese Werte seien in den vergangenen Jahren immer eher schlecht gewesen. Um den Neubau von Wohnungen zu fördern, wird auch das Land Berlin weiter in die Neubauförderung investieren. So sollen in den nächsten Jahren Neubauprojekte mit bis zu 32.500 neuen Wohnungen gefördert werden. Davon liegt der Anteil geförderter Wohnungen bei etwa einem Viertel der Gesamtwohnfläche. Diese Mietwohnungen sollen dann zu sozialverträglichen Preisen angeboten werden.