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21 01 2016
Gute Aussichten für Wohnungskäufer - Boom in Berlin nimmt kein Ende

Berlin wird bis 2030 vermutlich die 4-Millionen-Einwohner-Marke durchbrechen. Das ist das Ergebnis der Prognose, die Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel vergangene Woche vorstellte. Demnach rechnet der Senat damit, dass sich die positive Bevölkerungsentwicklung der vergangenen Jahre weiter fortsetzen und möglicherweise sogar noch beschleunigen wird. Zwischen den Jahren 2012 und 2014 wuchs die Stadt jährlich um mehr als 45.000 Einwohner. Allein für das Jahr 2015 wird der Zuwachs von bis zu 50.000 Einwohnern hochgerechnet. Noch nicht berücksichtigt ist darin die Zahl der Flüchtlinge, die jeden Tag Berlin erreichen. Experten sprechen von rund 100.000 Flüchtlingen im Jahr 2015. Das wird sich auch auf den hiesigen Wohnungsmarkt auswirken.

Bis zu 20.000 Wohnungen jährlich braucht Berlin bis 2030

Senator Geisel geht nun davon aus, dass bis 2030 jedes Jahr 15.000 bis 20.000 Wohnungen in Berlin gebaut werden müssten. Zuvor prognostizierte der Entwicklungsplan der Stadt noch  einen Bedarf von 10.000 Wohnungen jährlich. Bislang konnte die Immobilienbranche dieses Neubauvolumen jedoch noch nicht erreichen. Im Jahr 2014 stellte sie nur etwas mehr als 7.000 neue Wohnungen fertig. Der Wohnungsmarkt dürfte daher auch zukünftig hinter der rapiden Bevölkerungsentwicklung Berlins zurückbleiben. Es ist fraglich, ob die benötigten 15.000 bis 20.000 Wohnungen im Jahr tatsächlich fertiggestellt werden können. Fakt ist: Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg verzeichnete für das Jahr 2015 einen deutlichen Rückgang der genehmigten Neubauwohnungen um fast acht Prozent.

Anstieg der Mieten lässt sich nicht bremsen

Für Wohnungskäufer sind dies gute Aussichten, denn so ist auch zukünftig mit steigenden Mieten zu rechnen. Wohnungen als Kapitalanlage bleiben somit sehr attraktiv, daran ändern auch gesetzliche Regelungen wie die Mietpreisbremse nichts. Wenn eine sehr hohe Nachfrage der Mieter auf ein geringes Mietangebot trifft, werden die Mieten zwangsläufig steigen. Es gibt bislang auch auf dem internationalen Immobilienmarkt keinen Vergleich für diesen Trend. Auch skandinavische Länder haben sich an Regelungen wie diese schon versucht – bislang ohne Erfolg. Ein weiteres Beispiel ist Österreich, wo das Mietrecht deutlich strenger ist als in Deutschland. Dennoch sind auch dort die Mieten und damit die Kaufpreise über die Jahre deutlich angestiegen. Beste Aussichten also für Anleger in Berliner Wohnimmobilien.