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24 03 2016
Gutachter belegen Rekordumsätze auf Berliner Grundstücksmarkt

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat vorläufige Daten für das Jahr 2015 vorgelegt. Demnach wurden in Berlin Grundstücke und Liegenschaften im Wert von 16,8 Milliarden Euro gehandelt. Die Gutachter bezeichnen diesen Wert als „historisches Rekordhoch“ und führen ihn auf verschiedene Ursachen zurück. Einerseits ist Berlin bei internationalen Investoren mehr als gefragt, denn die Preise für Immobilien und Grundstücke sind im Vergleich zu anderen Metropolen immer noch gering, auch wenn diese aufgrund der hohen Nachfrage steigen. Rasantes Bevölkerungswachstum sowie dauerhaft niedrige Zinsen kurbeln die Umsätze am Berliner Grundstücksmarkt zusätzlich an. Im vergangen Jahr sind die Preise in fast allen Immobilienteilmärkten gestiegen. Besonders gefragt waren Baugrundstücke.

Berliner Boden so wertvoll wie nie

Im vergangenen Jahr ist der Boden in Berlin immer teurer geworden. Grund ist die hohe Nachfrage nach Baugrundstücken. Tatsächlich stiegen die Preise so schnell, dass der Gutachterausschuss für Grundstückswerte die Bodenrichtwerte für Berlin zum 1. Januar 2016 rückwirkend korrigieren musste. So kostet ein Grundstück am Pariser Platz gleich 10.000 Euro pro Quadratmeter mehr als es Anfang 2015 der Fall war. Insgesamt müssen Investoren für ein Grundstück in dieser Lage mittlerweile 50.000 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Auch in anderen Lagen sind die Bodenrichtwerte um bis zu 50 Prozent gestiegen. Gefragte Grundstücke im Südwesten Berlins, wo vorzugsweise Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden, sowie unbebaute Grundstücke, die innerhalb des S-Bahnrings liegen und auf denen Geschosswohnungen errichtet werden, sind von dieser Preissteigerung besonders betroffen. Die Pohlstraße, die zum neu eröffneten Westpark des Gleisdreieckparks führt, eignet sich hervorragend, um den Sprung der Richtwerte für Boden in Berlin zu verdeutlichen, denn der Wert ist dort von 800 Euro auf 1.200 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Sucht man nach einem Beispiel in exklusiver Lage, so wäre das im vergangenen Jahr verkaufte Quartier am Potsdamer Platz zu nennen, das südlich der Alten Potsdamer Straße gelegen ist. Dort kletterte der Quadratmeterpreis laut Daten des Gutachterausschusses von 5.200 Euro auf 6.600 Euro pro Quadratmeter mit Potenzial nach oben.

Bebaute Grundstücke im Wert von über 10 Milliarden Euro verkauft

Nicht nur in der Berliner Innenstadt, sondern auch an den weniger dicht bevölkerten Standorten in der Hauptstadt stiegen die Preise für Grundstücke, auf denen Geschosswohnungen gebaut werden können, um durchschnittlich 30 Prozent. Bei Grundstücken, die sich für Ein- oder Zweifamilienhäuser eignen, konnte eine Preissteigerung von 20 Prozent festgestellt werden. Alles in allem wurden in diesem Segment 1.562 Verkäufe abgehandelt, bei denen insgesamt 321,5 Hektar Land für 979 Millionen Euro den Besitzer gewechselt haben. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 19 Prozent. Auffällig ist auch das „historische Rekordhoch“ bezüglich bebauter Grundstücke, denn im Jahr 2015 wurden Grundstücke dieser Art im Wert von über 10 Milliarden Euro in Berlin verkauft. Im Segment Wohnungs- und Teileigentum stellt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte ein Umsatzplus von 31 Prozent fest, was insgesamt einem Wert von 5,26 Milliarden Euro entspricht.