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29 08 2013
Große Wohnungen, kleine Wohnungen – wie die Wohnungsgröße in den Berliner Kiezen variiert

1,7 Menschen auf 70,7 Quadratmetern: So sieht ein typischer Berliner Haushalt in einer typischen Berliner Wohnung aus, wenn man von der durchschnittlichen Wohnungsgröße und Personenzahl ausgeht. Jedem Berliner stehen also im Mittel rund 40 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Zu diesen Ergebnissen kommen der aktuelle WohnmarktReport von der GSW und CBRE sowie der Berliner Wohnungsmarktbericht 2012 von der IBB und der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Abseits der reinen Zahlen zeigt sich, dass die Berliner Realität viel spannender ausfällt, als es die berlinweite durchschnittliche Wohnungsgröße vermuten lässt. Die historisch gewachsenen Stadtbezirke sorgen nämlich für eine bunte Vielfalt an Wohnungen aus allen Epochen – und damit auch für ganz unterschiedliche Wohnungsgrößen, die für unterschiedlichste Bedürfnisse zugeschnitten sind.  

Großzügige Grundrisse in ehemaligen Villenvororten Besonders stattlich fallen vor allem Wohnungen in den Ortsteilen Grunewald, Dahlem und Wannsee aus. Hier siedelte sich um 1900 die wohlhabende Mittel- und Oberschicht an. Zeitgemäß wohnen hieß damals vor allem, viel Platz zu haben und den Wohlstand nach außen zu zeigen. So entstanden die grünen Siedlungen mit Villen und repräsentativen Mehrfamilienhäusern. In Grunewald im Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf finden sich mit durchschnittlich 113 Quadratmetern die größten Wohnungen, dicht gefolgt von Dahlem in Steglitz-Zehlendorf mit 112 Quadratmetern sowie Wannsee und dem Kiez rund um die Sybelstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf mit jeweils 107 Quadratmetern durchschnittlicher Wohnungsgröße. Wer großzügige Wohnungen in einer ruhigen Umgebung, nicht weit von Wald und See entfernt sucht, ist hier richtig.  

In ehemaligen Arbeitervierteln wohnen Singles und Paare ideal

Für die wachsende Zahl alleinlebender Menschen und für Zwei-Personen-Haushalte sind dagegen die kleineren Wohnungen ideal, die sich unter anderem in Neukölln, Friedrichshain, Kreuzberg und im Wedding finden. In den ehemaligen Arbeiterbezirken entstand häufig eine dichte Bebauung, um möglichst vielen Menschen ein zentral gelegenes Zuhause nicht weit von ihren Arbeitsplätzen bieten zu können. Aufgrund der günstigen Lage und dem großen Bestand an Gründerzeitbauten mit hohen Decken und Stuck haben sich diese Bezirke inzwischen zu beliebten Wohnvierteln gewandelt. Die berlinweit kleinsten Wohnungen finden sich im Neuköllner Schillerkiez östlich des Tempelhofer Feldes – sie sind im Mittel 53 Quadratmeter groß. Nicht viel größer sind die Wohnungen im Kiez rund um die nördliche Sonnenallee (54 Quadratmeter) sowie am Weigand- und Maybachufer (jeweils 56 Quadratmeter) – allesamt in Neukölln. Das Wrangelkiez in Kreuzberg folgt mit 57 Quadratmetern. Im Afrikanischen Viertel, im Gesundbrunnenviertel und rund um die Amrumer Straße im Wedding wohnt man auf einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 62 Quadratmetern.  

In den Berliner Stadtbezirken ist also für jedes Wohnbedürfnis etwas dabei – egal ob klein und zentral innerhalb des S-Bahnrings oder großzügig und familiengerecht in den grüneren Außenbezirken. Gerade diese Vielfalt der Wohnungsgrößen ermöglicht in Berlin vielen Menschen den Kauf einer Eigentumswohnung. Unsere Angebote finden Sie hier.