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06 09 2018

Große Mehrheit der Deutschen wünscht sich Eigenheim

84 Prozent der Deutschen würden lieber in den eigenen vier Wänden wohnen als zur Miete. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für Spiegel Online.1 Zu den 84 Prozent gehören sowohl Mieter, die sich ein Eigenheim wünschen, als auch Eigentümer, die mit ihrer Kaufentscheidung zufrieden sind.

Der Umfrage zufolge haben 16,4 Prozent der Befragten angegeben, in den kommenden fünf Jahren eine Wohnung oder ein Haus kaufen zu wollen. Bemerkenswert ist, dass vor allem die jüngeren Altersgruppen einen Wohnungskauf planen. So haben sich 28 Prozent der 20- bis 29-Jährigen sowie 34,4 Prozent der 30- bis 39-Jährigen entsprechend geäußert. Diese Altersgruppen sind besonders relevant für die Eigentumsbildung, da ihnen noch genügend Zeit bleibt, um das Immobiliendarlehen bis zum Renteneintritt zu tilgen. Ein möglicher Grund dafür, dass verhältnismäßig viele Menschen den Immobilienerwerb in den nächsten fünf Jahren beabsichtigen, ist die erwartete Preisentwicklung. 76,5 Prozent gehen für diesen Zeitraum von steigenden Preisen aus, in dicht besiedelten Gebieten sind es sogar 85,8 Prozent.

Große Koalition prüft Reduzierung der Maklerkosten

Zeit Online und Immobilienscout24 haben ebenfalls eine Umfrage zum Thema Wohnungskauf durchgeführt.2 Demnach ist für die meisten Deutschen ein Kaufpreis in Höhe von 400.000 Euro die Schmerzgrenze. 29,6 Prozent der Befragten suchen nach einer Immobilie für weniger als 200.000 Euro, 44,6 Prozent beabsichtigen den Kauf einer Wohnung in der Preisspanne zwischen 200.000 Euro und 400.000 Euro. Teurere Immobilien suchen nur 25,7 Prozent der Befragten. Die Mehrheit plant, einen Eigenkapitalanteil in Höhe von 20 Prozent in die Finanzierung einzubringen.

Derzeit liegt die Wohneigentumsquote in Deutschland bei 45 Prozent. Wohl auch aufgrund des großen Interesses vieler Deutscher, sich ein Eigenheim anzuschaffen, sucht die regierende Große Koalition neben dem bereits beschlossenen Baukindergeld nach weiteren Möglichkeiten, die Eigentumsbildung zu unterstützen. In den Fokus insbesondere der SPD ist nun eine Erleichterung für Wohnungskäufer bei der Maklerprovision gerückt. Im sozialdemokratisch geführten Bundesjustizministerium wird derzeit die Möglichkeit geprüft, das sogenannte Bestellerprinzip auf Kaufimmobilien auszuweiten.3 Auch eine Deckelung der Courtage ist offenbar im Gespräch. Dabei sind Bestellerprinzip und Provisionsdeckelung eigentlich nicht im Koalitionsvertrag vorgesehen – wohl aber eine Prüfung, die Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer zu reduzieren. Von einer Reform der Grunderwerbsteuer ist in der Bundesregierung derzeit allerdings keine Rede.

1 www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/immobilien-84-prozent-der-deutschen-wollen-ein-eigenheim-a-1223288.html
2 www.zeit.de/wirtschaft/2018-07/hauskauf-immobilien-mittlere-preisklasse-stadt-land/komplettansicht
3 www.wiwo.de/finanzen/immobilien/immobilien-makler-mit-dem-bestellerprinzip-die-kaufnebenkosten-senken/22910062.html