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27022020

Gesundes Maß bei Immobiliendarlehen

Der Immobilienkreditvermittler Interhyp hat eine Statistik über Volumen und Verhältnisse der von ihm vermittelten Kreditverträge veröffentlicht, die angesichts der zurzeit wieder aufflammenden Diskussion über Immobilienblasen durchaus von Interesse ist. Interhyp zufolge sind die vermittelten Darlehenssummen 2019 im Mittel um rund acht Prozent gestiegen, was vor allem daran lag, dass sich auch die Kaufkosten inklusive Kaufnebenkosten um rund vier Prozent erhöht haben, während das von den Käufern eingesetzte Eigenkapital bei rund 100.000 Euro etwa stabil geblieben ist.1

Auch das Verhältnis zwischen Kreditsumme und Einkommen ist in den vergangenen Jahren angestiegen, heißt es bei Interhyp; vom 3,9-Fachen des Jahresnettoeinkommens im Jahr 2013 auf das 4,9-Fache im Jahr 2019. Das ist zweifelsohne auf den Anstieg der Kaufpreise zurückzuführen, der dynamischer ausgefallen ist als der Anstieg der Durchschnittslöhne. Im internationalen Vergleich sei das von Interhyp in Deutschland festgestellte Kredit-Einkommen-Verhältnis ein solides Maß, heißt es bei dem Kreditvermittler, der zur niederländischen Bank ING gehört.
 

Bundesbank warnt bereits seit 2012

Derweil hat der Verband der deutschen Pfandbriefbanken (vdp) Kaufpreiszahlen zum vierten Quartal 2019 vorgelegt. Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland insgesamt sind demzufolge im Schnitt um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen; in den Top-7-Städten betrug der Anstieg durchschnittlich 2,9 Prozent. Damit hat sich die Preisdynamik etwas abgeschwächt, insbesondere in den Top-7-Städten, in denen die Dynamik zuletzt 2010 noch schwächer gewesen sei, heißt es beim vdp. Dennoch sieht man beim Verband der deutschen Pfandbriefbanken keinen Grund, nun von fallenden Preisen auszugehen – „solange die Nachfrage das Angebot übersteigt, wird sich nichts Grundlegendes an der Preisentwicklung ändern“, sagte Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt.2

Die Bundesbank hingegen warnt trotz des zuletzt langsameren Preisanstiegs erneut vor einer möglichen Überhitzung der Wohnungsmärkte. Die Rede ist von Preisübertreibungen in Höhe von 15 bis 30 Prozent in den deutschen Städten.3 Es ist allerdings bei Weitem nicht das erste Mal, dass die Bundesbank vor Preisübertreibungen warnt. Bereits Ende 2012 lautete eine Zeitungsschlagzeile „Bundesbank warnt vor Immobilienblase in Deutschland“, wie das Manager Magazin 2017 dokumentiert hat.4 Auch Anfang 2019 registrierte die Bundesbank – exakt wie in diesem Jahr – Preisübertreibungen zwischen 15 und 30 Prozent.5


1 www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-baukreditvermittler-interhyp-sieht-beruhigung-bei-immobilienpreisen/25547238.html
2 www.presseportal.de/pm/29608/4515638
3 www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bundesbank-sieht-in-deutschland-ueberhoehte-immobilienpreise-16638392.html
4 www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/so-schaut-die-bundesbank-der-immobilienblase-beim-wachsen-zu-a-1154870-2.html
5 www.zeit.de/wirtschaft/2019-02/bundesbank-bericht-wohnimmobilienmarkt-preise-umland

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