Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
21052020

Für Mehrheit der Deutschen wäre stärkere Förderung Anreiz zum Wohnungskauf

Nicht einmal die Hälfte der deutschen Haushalte lebt in den eigenen vier Wänden, dabei wünschen sich die meisten eigentlich Wohneigentum, wie zahlreiche Studien und Umfragen belegt haben. Was aber wäre nötig, um Haushalten einen Anreiz zu geben, aus dem Wunsch auch tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen? In einer repräsentativen Statista-Umfrage gaben 57 Prozent der Befragten an, dass staatliche Fördermittel für den Wohnungskauf ein Grund wären, sich näher mit dem Thema Wohneigentum zu beschäftigen. Die Umfrage im Auftrag von Interhyp wurde vor dem Auftreten der Corona-Pandemie durchgeführt.1

Ebenfalls einen Anreiz würde die Senkung der Kaufnebenkosten darstellen. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass geringere Kosten für Grunderwerbsteuer, Makler und Notar ein Beweggrund für den Eigentumserwerb wären. Genau wie bei einer direkten staatlichen Förderung, wie sie etwa das Baukindergeld darstellt, könnte die Politik auch Einfluss auf die Höhe der Kaufnebenkosten nehmen – etwa indem sie die Grunderwerbsteuer senken würde.2
 

Preisnachlass würde viele zum Kauf bewegen

Wohnungskäufer können zukünftig auch tatsächlich damit rechnen, dass die anfallenden Kaufnebenkosten kleiner werden. Zwar ist die Politik von einer Reform der Grunderwerbsteuer weiterhin weit entfernt, aber zumindest die Maklerprovision soll reformiert werden. Künftig sollen Käufer nur noch maximal die Hälfte der anfallenden Provisionskosten übernehmen.

Ein Großteil der Umfrageteilnehmer (74 Prozent) setzt darüber hinaus auf geringere Kaufpreise als Anreiz für den Eigentumserwerb. Bestimmt hofft auch mancher, dass die Kaufpreise aufgrund der Coronakrise demnächst sinken könnten, doch aktuelle Erhebungen sehen dafür noch keine Anzeichen. Auch ob die Kaufpreise im Laufe des Jahres zurückgehen könnten, erscheint derzeit mehreren Studien zufolge eher fraglich.3
 

48 Prozent der Nicht-Eigentümer haben fest vor, Wohneigentum zu erwerben

Doch davon unabhängig hat der Umfrage zufolge ein bemerkenswert großer Anteil derjenigen, die noch nicht über Wohneigentum verfügen, fest vor, sich in naher oder mittelfristiger Zukunft Wohneigentum zuzulegen. 48 Prozent der Befragten wollen später einmal kaufen oder bauen, 19 Prozent sogar innerhalb der nächsten fünf Jahre. 18 Prozent wollen Wohneigentum innerhalb der nächsten zehn Jahre erwerben und 11 Prozent in einem Zeitraum darüber hinaus.

Dass so viele über einen so langen Planungshorizont verfügen, verdeutlicht, dass die Entscheidung zum Wohnungskauf keine kurzfristige Angelegenheit ist, sondern einen über Jahre andauernden Prozess darstellt. Bei Interhyp geht man deshalb davon aus, dass die Coronakrise kaum dazu führen dürfte, dass Kaufentscheidungen ganz abgesagt, sondern lediglich verzögert werden.


1 www.interhyp.de/ueber-interhyp/presse/fuer-die-mehrheit-waeren-geringere-kaufpreise-und-kaufnebenkosten-ein-anreiz-fuer-wohneigentum.html
2 www.immobilien-zeitung.de/1000070307/sinkende-preise-machen-wohneigentum-erst-sexy
3 www.accentro.de/service-leistungen/branchennews/detail/trotz-corona-krise-wohnungspreise-bleiben-stabil/

teaser-volksimmobilie2

ENTDECKEN SIE DIE VIELFALT RUND UM DAS THEMA IMMOBILIE

Besuchen Sie unseren Blog „Volks-Immobilie.de“, wo Sie einfache Erklärungen zu komplizierten Fachbegriffen, aktuelle Trends im Wohnbereich und spannende Informationen finden. Gern nehmen wir auch Ihr Thema auf.