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19 06 2014
F+B-Kaufpreis-Ranking: Berlin vergleichsweise günstig

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im Jahr 2013 deutschlandweit um 5,9 Prozent gestiegen. Das geht aus dem F+B Wohn-Index des Forschungsinstituts F+B hervor. Im Jahr 2012 waren die Preise nur um 5,1 Prozent gestiegen. Die Mieten in Deutschland können bei den Steigerungen jedoch nicht mithalten. F+B zufolge sind die Mietpreise für Neubauwohnungen 2013 um 1,6 Prozent gestiegen. 2012 hatte der Anstieg noch 2,6 Prozent betragen. Für Bestandswohnungen mussten Mieter 2013 lediglich 0,8 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.

München liegt im F+B-Ranking der höchsten Kaufpreise in Deutschland auf dem ersten Platz mit durchschnittlich 4.580 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2013, im Vorjahr waren es noch 4.222 Euro. Die Umlandgemeinden Garmisch-Partenkirchen, Erding und Fürstenfeldbruck führen das Ranking fort. Erst auf Platz elf beziehungsweise 14 findet man Hamburg (3.050 Euro/qm) und Frankfurt am Main (2.840 Euro/qm).

Berlin auf Platz 110

Berlin liegt mit durchschnittlich 2.000 Euro pro Quadratmeter zwar nur auf Rang 110 des F+B-Rankings der Top-500-Städte in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise in der Hauptstadt aber um 8,3 Prozent angestiegen. Rasante Preisanstiege für Berliner Eigentumswohnungen verzeichnet auch empirica. Dem Institut zufolge sind die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen seit 2009 um zehn Prozent jährlich gestiegen. Berlin-Mitte ist empirica zufolge nach wie vor der teuerste Bezirk mit 4.000 Euro pro Quadratmeter und mehr. Am günstigsten ist gebrauchtes Wohneigentum in Marzahn-Hellersdorf mit einem Quadratmeterpreis von rund 1.000 Euro. Die Bandbreite zwischen dem günstigsten und dem teuersten Preis ist groß und beträgt fast im gesamten Stadtgebiet 1.000 Euro.

Ende noch nicht in Sicht

Vielen Städten in Deutschland ist gemein, dass sie steigende Preise für Eigentumswohnungen verzeichnen. Das liegt an der Wohnungsknappheit vor allem in den Großstädten, denn hier trifft die hohe Nachfrage auf ein überschaubares Angebot an Wohnungen. Ein Sinken der Preise ist wegen des Mangels an neuem Wohnraum nicht in Sicht. Das niedrige Zinsniveau macht Wohnungskäufe zwar attraktiv, die Frage ist wie lange es noch bei den niedrigen Zinsen bleibt. Trotz der steigenden Preise besteht Experten zufolge keine Gefahr einer Immobilienpreisblase. Anzeichen für eine Blase ist zum Beispiel, wenn die Entwicklung der Immobilienpreise nicht mehr von sozioökonomischen Faktoren wie der Bevölkerungsentwicklung getragen wird oder viel mehr Wohnungen gebaut als benötigt werden. Beides ist in Deutschland nicht der Fall. Auch wenn in den Ballungszentren wieder mehr gebaut wird, genügt die Anzahl der fertig gestellten Wohnungen nicht, um die Nachfrage zu decken.