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16 01 2014
Eigentumswohnung als Kapitalanlage: Bestand versus Neubau

Wer sein Vermögen in eine Eigentumswohnung investieren möchte, um diese anschließend zu vermieten, muss zunächst eine grundsätzliche Entscheidung treffen: Soll es eine Neubau- oder eine Bestandswohnung werden? Ein neu errichtetes Objekt verspricht auf den ersten Blick Vorteile, etwa einen niedrigeren Energieverbrauch. Schaut man genauer hin, zeigt sich jedoch: Eine Bestandswohnung kann einer neu gebauten unter vielen Aspekten etwas voraushaben.

Bestand schlägt Neubau bei den Investitionskosten

Wie bei jeder Investmententscheidung sind die Kosten beim Wohnungskauf ein wichtiger Gesichtspunkt. Bestandswohnungen schneiden hier oft besser ab als Neubauwohnungen. Das beginnt beim Kaufpreis: Neu errichtete Wohnungen sind bei gleicher Größe, Lage und Ausstattung in der Regel teurer. Die Qualität der Bausubstanz ist jedoch nicht zwangläufig höher als bei einer sanierten Bestandswohnung. Viele Kaufinteressenten gehen zwar davon aus, dass bei Wohnungen mit einem höheren Anschaffungspreis automatisch auch eine höhere Miete verlangt werden kann. Das ist jedoch keineswegs garantiert: Die Höhe der Miete richtet sich neben der Ausstattung der Wohnung und ihrem Umfeld vor allem nach Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region.

Zunehmend wichtiger für die Vermietungschancen wird in Zeiten steigender Kosten für Heizung und Strom der Energiebedarf einer Wohnung. Neubauwohnungen entsprechen in der Regel dem neuesten energetischen Standard und die Heizkosten sind dementsprechend gering. In vielen sanierten Bestandswohnungen bewegt sich der Energieverbrauch allerdings auf einem vergleichbar niedrigen Niveau. Hinzu kommt: Die potenziellen Mieter können sich alte Nebenkostenabrechnungen anschauen und in Erfahrung bringen, wie hoch der Energieverbrauch voraussichtlich ausfällt, was bei Neubauten nicht möglich ist.

Sicherheit und Individualität in der Bestandswohnung

Es gibt noch mehr Argumente für den Kauf einer Bestandswohnung: Bei Neubauten besteht die Gefahr, dass Baumängel erst nach einiger Zeit entdeckt werden und der Wohnungseigentümer sich dann um die Reparatur kümmern muss, was Zeit, Geld und Nerven kosten kann. Modernisierte Bestandswohnungen sind hingegen schon seit vielen Jahren bewohnt und etwaige Schwächen bekannt und behoben. Bereits vor dem Kauf können sich Kaufinteressenten in den Protokollen der Eigentümerversammlung über anstehende und schon getätigte Instandsetzungsvorhaben informieren. So bleiben ihnen böse Überraschungen erspart.

Ein weiterer wichtiger Vorteil von Bestandswohnungen: Beim Erwerb sind einige, idealerweise alle Wohnungen im Haus vermietet, das Gebäude hat eine feste Mieterstruktur. Das macht es meist leichter, einen neuen Mieter zu finden, da die Mietinteressenten sich einen Eindruck von ihren zukünftigen Nachbarn verschaffen können. 

Nicht zuletzt ist es natürlich auch eine Geschmacksfrage, ob man eine bestehende oder eine neu erbaute Wohnung als Kapitalanlage kauft. Bestandswohnungen haben häufig – anders als Neubauwohnungen – einen besonderen Charme, einzigartige Grundrisse und die Gebäude heben sich von ihrer Umgebung ab.