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01 06 2017
Dynamischer Preisanstieg für Berliner Eigentumswohnungen im Bestand seit dem Jahr 2013

Der aktuelle LBS-Kaufpreisspiegel, den das Forschungsinstitut empirica regelmäßig für die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) erstellt, zeigt, dass in der Hauptstadt die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand seit dem Jahr 2013 im Durchschnitt um mehr als zehn Prozent pro Jahr gewachsen sind. Bis zum dritten Quartal 2016 stellten die Forscher einen berlinweiten Anstieg um 11,4 Prozent pro Jahr fest. Für die Studie wurden in Tageszeitungen und Online-Portalen inserierte Verkaufsangebote des dritten Quartals des Jahres 2016 ausgewertet. Dabei zeigte sich unter anderem, dass die Preise im vergangenen Jahr noch einmal besonders stark angestiegen sind.

Höchste Wohneigentumspreise in Friedrichshain-Kreuzberg

Den Ergebnissen des Kaufpreisspiegels zufolge löste der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg innerhalb von drei Jahren den Bezirk Mitte als teuersten Berliner Bezirk ab. Jede zweite Bestands-Eigentumswohnung kostete dort im dritten Quartal 2016 mindestens 3.785 pro Quadratmeter Wohnfläche. Im Bezirk Mitte hingegen lag der Median-Quadratmeterpreis bei rund 3.600 pro Quadratmeter. Der für ganz Berlin durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung im Bestand lag im dritten Quartal 2016 bei 3.100 Euro pro Quadratmeter. In zehn der zwölf Berliner Bezirke erreichen die Standardpreise für diesen Immobilientyp mittlerweile mehr als 2.000 Euro pro Quadratmeter.

Stärkste Preisanstiege in Tempelhof-Schöneberg und Neukölln

Die höchsten Preisanstiege innerhalb der letzten drei Jahre für Bestands-Eigentumswohnungen verzeichneten die Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Hier verteuerten sich die Wohnungen jährlich um mehr als 16 Prozent. Auch Randbezirke wie Spandau (plus 13,3 Prozent) und Marzahn-Hellersdorf (plus zwölf Prozent) weisen jährliche Preissteigerungen im zweistelligen Bereich auf. Doch trotz drastisch gestiegener Preise finden sich in Marzahn-Hellersdorf nach wie vor die erschwinglichsten gebrauchten Eigentumswohnungen. Mit 1.894 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegt der dortige Kaufpreis deutlich unter dem Berliner Durchschnitt. Für den LBS-Kaufpreisspiegel hat empirica außerdem ermittelt, dass trotz gestiegener Preise in zwei Dritteln der Berliner Bezirke der Kauf einer Wohnung finanziell vorteilhafter ist, als diese zu mieten. Am größten ist der Vorteil in Lichtenberg. Bei einem Durchschnittspreis von 130.000 Euro für eine gebrauchte Eigentumswohnung beträgt die monatliche Ersparnis gegenüber der Miete 144 Euro.