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23072020

Die Wohnungsmieten steigen weiter

Trotz Coronakrise sind die angebotenen Mietpreise für Wohnungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 nicht etwa gefallen, sondern weiter gestiegen. Dem Portal Immowelt zufolge haben sich Neuvermietungen in etwa drei Viertel der deutschen Großstädte in diesem Zeitraum verteuert. Auch in den großen Metropolen sind die Angebotsmieten im Mittel gestiegen – in Düsseldorf um sechs Prozent, in Köln um fünf Prozent, in Berlin um vier Prozent, in Hamburg um drei und in München um zwei Prozent.1

Das Statistische Bundesamt hat ebenfalls steigende Mieten in Deutschland registriert, wie die Tageszeitung WELT berichtet. Der Index der Wohnungsmieten ist den Statistikern zufolge im April, Mai und Juni jeweils um 1,4 Prozent gestiegen, während die Inflation in diesen Monaten lediglich zwischen 0,6 und 0,9 Prozent betrug. Die Wohnungsmieten stiegen also kräftiger als die allgemeinen Verbraucherpreise.
 

Volks- und Raiffeisenbanken gehen von steigenden Kaufpreisen aus

Für Kapitalanleger ist das eine gute Nachricht, da sie für ihre vermieteten Eigentumswohnungen weiterhin mit einer stabilen Rendite rechnen können. Und auch potenzielle Selbstnutzer dürfte diese Entwicklung darin bestärken, aus einer Mietwohnung in die eigenen vier Wände zu wechseln. Bereits der diesjährige ACCENTRO-IW-Wohnkostenreport hat gezeigt, dass die Wohnkosten von Wohnungskäufern im bundesweiten Schnitt um 48,5 Prozent geringer sind als die von Mietern. Wenn die Wohnungsmieten nun weitersteigen, wird dieser Zustand anhalten.

Es ist dementsprechend auch nicht davon auszugehen, dass die Kaufpreise für Wohnungen in diesem Jahr größeren Schaden nehmen könnten. Im Gegenteil geht etwa der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) davon aus, dass die Preise für selbst genutztes Wohneigentum 2020 bundesweit um knapp fünf Prozent und somit nur leicht schwächer steigen werden als im Vorjahr (5,7 Prozent).2
 

Auch größere Investoren setzen vermehrt auf das Wohnen

Zwar rechnet der BVR damit, dass die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte aufgrund der Coronakrise in diesem Jahr tendenziell sinken werden. Doch die Konjunktur stabilisiere sich bereits, außerdem sorgten der anhaltende Zuzug in die Schwarmstädte und die sehr günstigen Finanzierungsbedingungen dafür, dass die Auswirkungen der Krise auf die Wohnungspreise überschaubar blieben.

Zumal auch größere Immobilienfonds und -investoren zunehmend auf das Wohnsegment setzen. Zum Beispiel will der Immobilien Zeitung zufolge einer der größten offenen Publikumsfonds in Deutschland, der Hausinvest von Commerz Real, „angesichts der Stabilität der Nutzungsart, gerade auch in Krisenzeiten“ in den kommenden Jahren insgesamt zwei Milliarden Euro in Wohnungen investieren und somit den Wohnanteil des eigentlich auf Gewerbe fokussierten Fonds von aktuell 2,1 Prozent auf rund zehn Prozent steigern.3


1 www.welt.de/wirtschaft/article211345589/Mieten-Der-Irrtum-von-den-sinkenden-Preisen.html
2 www.presseportal.de/pm/40550/4632967
3 www.immobilien-zeitung.de/156991/wohnungen-investoren-allerliebstes-kind

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