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accentro-hitzigallee
14 01 2016
Die richtige Dämmung für denkmalgeschützte Altbauten

Für Eigentümer einer denkmalgeschützten Immobilie ist die kalte Jahreszeit eine besondere Herausforderung. Aufgrund unzureichender Isolierung und hoher Gemäuer kommt es oft zu hohen Heizkosten und die Schimmelpilzgefahr steigt. Denkmalgeschützte Gebäude unterliegen keiner Dämmpflicht wie normale Gebäude, müssen jedoch bis zum Jahr 2050 energieeffizienter werden. Alte Fassaden lassen sich gut von innen dämmen, ohne dass das äußere Erscheinungsbild eines alten, ehrwürdigen Gebäudes darunter leiden müsste. Moderne Energiekonzepte berücksichtigen dabei sowohl die Wärmedämmung in der Bausubstanz als auch die Effizienz der Heiz- und Haustechnik. Es gibt also zahlreiche Maßnahmen, mit denen Eigentümer ihre Immobilie energetisch aufwerten können, sogar, wenn diese unter Denkmalschutz steht.

Alternativen zur Außendämmung: Innendämmung an kälteempfindlichen Punkten

Um die äußere Gebäudehülle nicht zu verändern, sollte die Dämmung möglichst über die Innenwände erfolgen. Dafür sind diffusionsoffene Isolierungsplatten notwendig, die Feuchtigkeit abgeben und aufnehmen können und dadurch Schimmel vorbeugen. Selbiges ist mit Geschossdecken möglich. Für Energiespareffekte muss nicht der komplette Innenraum gedämmt werden, es reicht aus, thermisch wichtige Punkte wie Fensterbereiche, Decken und Nischen über Heizkörpern zu dämmen. Neue energieeffiziente Fenster mit Wärmeschutzglas und Heizsysteme wie beispielweise Holzpellet-Heizungen oder Blockheizkraftwerke bei großen Gebäuden, sind außerdem empfehlenswert. Eine weitere Möglichkeit zur energetischen Sanierung ergibt sich bei genauerer Betrachtung der Immobilie, denn oft ist nur die Vorderfassade verziert und denkmalgeschützt und die Hofseite lediglich verputzt. Dort ist in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde auch eine Außendämmung möglich.

Finanzielle Vorteile durch energetische Sanierung von Denkmälern

Alle Veränderungen an denkmalgeschützten Immobilien sind erlaubnispflichtig. Hilfe und Beratung erhalten sanierungswillige Eigentümer bei Architekten, Denkmalpflegern und den unteren Denkmalschutzbehörden. Behörden können jedoch in vielen Fällen Unterstützung bieten und sind außerdem dazu verpflichtet, die Ausgabenlast für den Eigentümer zu begrenzen. Auch finanziell ergeben sich bei einer Sanierung Vorteile, da die Sanierungskosten sowie der Erhaltungsaufwand einer denkmalgeschützten Immobilie durch Abschreibungen steuerlich gefördert werden. Die Förderung betrifft alle Maßnahmen, die zum Erhalt und zur sinnvollen Nutzung des Denkmals erforderlich sind, unter anderem auch Energiesparmaßnahmen. Einige Bundesländer stellen für energetische Sanierungsmaßnahmen auch staatliche Fördermittel zur Verfügung.