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accentro-hitzigallee
23 02 2017
Die Mehrheit der Berliner ist zugezogen

Berlin ist eine wachsende Metropole. Im Jahr 2015 lebten in der deutschen Hauptstadt erstmals so viele Einwohner wie seit 70 Jahren nicht mehr. Den aktuellen Statistischen Jahrbüchern des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge waren in Berlin im Jahr 2015 3,52 Millionen Bürger gemeldet. Zahlen für das Jahr 2016 liegen nach Angaben des Amtes noch nicht vor. Die Statistiker gehen aber davon aus, dass die Bevölkerungszahl unter anderem wegen der Zuzüge von Arbeitnehmern und Studenten aus dem Ausland sowie von Geflüchteten noch höher sein werde. Im Jahr 2015 sind 183.000 Menschen neu nach Berlin gezogen, davon rund 41 Prozent aus dem Bundesgebiet und 59 Prozent aus dem Ausland. Ein weiterer Grund für die wachsende Einwohnerzahl ist ein kleiner Geburtenüberschuss von 3.700 Babys. Insgesamt 38.000 Kinder wurden im Jahr 2015 geboren. Das sind so viele wie in keinem anderen Jahr seit 1989. Dennoch basiert Berlins Bevölkerungswachstum in der Hauptsache auf kontinuierlichem Zuzug. So wurde schon heute jeder zweite Einwohner der deutschen Hauptstadt anderswo geboren.

Bis zum Jahr 2035 könnte Berlin vier Millionen Einwohner haben

Einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge könnte die Bevölkerung Berlins bis zum Jahr 2035 sogar noch um weitere 15 Prozent auf vier Millionen wachsen. Damit steht Berlin noch vor Städten wie München und Frankfurt am Main. Als Grund dafür sehen die Forscher vor allem den Zuzug von jungen Menschen aus dem Aus- und Inland, die in Berlin eine Ausbildung anfangen oder ihren Einstieg in die Arbeitswelt wagen. Aber auch Senioren versprechen sich in der Metropole eine bessere Versorgung und ein attraktives Freizeitangebot. Derzeit kommen die meisten zugezogenen Berliner aus Städten des Bundesgebiets. Aus Hamburg stammen die meisten Wahlberliner. Fast 21.000 Menschen zogen bisher die deutsche Hauptstadt als Wohnort gegenüber der Hansestadt vor. Auch aus den sächsischen Großstädten Dresden (17.578) und Leipzig (17.561) verzeichnete Berlin bisher zahlreiche Zuzüge.

Wo wohnen die Wahlberliner?

Die Neuberliner bevorzugten bisher die innerstädtischen Lagen innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings. In diesen Gegenden ist nur jeder Dritte auch in Berlin geboren. Die Bezirke Pankow, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg haben sich dabei zu den Topfavoriten der Zugezogenen aus ganz Deutschland entwickelt. Da in der Innenstadt aber mittlerweile nicht mehr genügend Wohnraum zu finden ist und Bauland dort ebenfalls rar ist, drängt es viele Neuberliner in die Kieze außerhalb des Rings. Vor allem die angrenzenden Ortsteile beliebter Innenstadtbezirke sind nun gefragt. Aber auch das Berliner Umland gewinnt zunehmend an Bedeutung. In der Hauptstadtregion von der Uckermark bis zur Lausitz leben inzwischen mehr als sechs Millionen Menschen