Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
06 10 2016
Deutsche Eigentumswohnungen sind so beliebt wie nie.

Immer mehr Menschen erfüllen sich in Deutschland den Wunsch nach Eigentum. Ob als Kapitalanlage oder zur Eigennutzung, der deutsche Markt für Eigentumswohnungen eilt von Rekord zu Rekord. Dies zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse des ACCENTRO Wohneigentums-Report 2016. So wurden im vergangenen Jahr in den deutschen Großstädten etwa 135.000 Wohnungen verkauft. Dies entspricht einem Anstieg von rund fünf Prozent. Fast dreimal so stark stieg das Verkaufsvolumen – auf  beeindruckende 28,5 Milliarden Euro. Der deutliche Anstieg geht darauf zurück, dass auch die Wohnungspreise immer weiter steigen. Im vergangenen Jahr wechselte eine Wohnung durchschnittlich für etwa 211.000 Euro den Eigentümer. Kaufinteressenten sollten aber genau darauf achten, wo sie sich eine Immobilie kaufen, denn es gibt in Deutschland deutliche regionale Unterschiede. Während sich insbesondere der Berliner Wohnungsmarkt unverändert stark entwickelt, verlieren andere Regionen den Anschluss.

Immobilienhochburgen – Berlin ist Spitzenreiter

In der Bundeshauptstadt, dem größten Wohnungsmarkt Deutschlands, wurden im vergangenen Jahr mehr als 24.000 Wohnungen verkauft. Damit wurde der Vorjahreswert um mehr als 40 Prozent übertroffen. Das ist mit weitem Abstand die höchste Wachstumsrate der wichtigsten Immobilienmärkte Deutschlands. Mehr noch, Berlin hat als erste Großstadt bei den Verkaufsumsätzen die Schwelle von Fünf-Milliarden-Euro geknackt. Dieses beeindruckende Wachstum hatte selbst viele Experten überrascht.

Eigentümer von Wohnimmobilien in Berlin können sich freuen. Mit durchschnittlich 214.346 Euro je verkaufte Wohnung hat Berlin im vergangenen Jahr erstmals die 200.000-Euro-Schwelle überschritten. Wohneigentum wird also immer wertvoller. Dies wird insbesondere beim längeren Rückblick deutlich. Wer sich eine Wohnung in Berlin vor fünf Jahren gekauft hat, kann sich heute über einen durchschnittlichen Wertzuwachs von rund 50 Prozent freuen. Vor dem Hintergrund dieser beeindruckenden Entwicklung stellen sich immer mehr Menschen die Frage, wann das Wachstum des Berliner Wohnungsmarktes vorbei ist.

Berlin verfügt weiterhin über beträchtliches Wachstumspotenzial

Der ACCENTRO Wohneigentums-Report zeigt, dass noch kein Ende des Preisanstiegs in Sicht ist. Im Vergleich mit den anderen Großstädten wird deutlich, dass Berlin bereits seit vielen Jahren weitestgehend dem allgemeinen Markttrend folgt. Dabei sollte ein deutlich stärkeres Wachstum möglich sein, denn Berlin verfügt über exzellente Perspektiven. Die Bundeshauptstadt hat ihr Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. So erwarten Experten bis zum Jahr 2025 etwa 3,8 Millionen Einwohner. Ein weiterer Entwicklungstreiber sind die anhaltend historisch niedrigen Zinsen, die den Erwerb von Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung erschwinglich machen.

Vor diesem Hintergrund wird Neubau immer wichtiger. Das zeigt auch der ACCENTRO Wohneigentums-Report. Die Anzahl der verkauften Neubauwohnungen hat sich in Berlin seit dem Jahr 2009 mehr als versechsfacht. Die steigenden Baugenehmigungszahlen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Um die angespannte Nachfragesituation in Ballungsregionen zu mindern, bedarf es weiterer politischer Weichenstellungen, die den Neubau vorantreiben. Die Politik sollte aktiv unterstützen und entsprechende Verfahren beschleunigen. Nur so kann sich der Berliner Wohnungsmarkt etwas entspannen.