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accentro-hitzigallee
29 10 2015
Der deutsche Wohnungsmarkt bis 2018: Stabil und zuverlässig

Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt trotz nachlassender Preisdynamik weiterhin attraktiv für Anleger. Das ist das Ergebnis der "Marktkonferenz-Studie Wohnimmobilien" der HSH Nordbank. Die Mieten werden zwar weiter steigen, zunehmend aber auch auf hohem Niveau stagnieren. Hieraus ergeben sich laut Expertenmeinung Vorteile für die Anleger, denn bei einem annualisierten Total Return von sechs Prozent auf zehn Jahre seien die Renditen bei Wohnimmobilien besonders profitabel. Um dieses Ergebnis zu erzielen seien jedoch ein aktives Management und die Mieterpflege unerlässlich. Die Rahmenbedingungen für die Vermietung sind gut. Der Leerstand ist in einigen A-Städten unter die Fluktuationsreserve von zwei Prozent gesunken. Bundesweit könnte der Wert erst 2017 wieder auf 3,1 Prozent steigen.

Steigende Mieten bis 2018

Von der Mietpreisbremse sind laut HSH-Studie nur geringe Auswirkungen auf das Mietniveau und die Bautätigkeit zu erwarten. Insgesamt prognostiziert die Studie in den A-Städten bis 2018 eine allgemeine Mieterhöhung von bis zu 4,4 Prozent. Für B-Städte liegt die Prognose bei einem Plus von sechs Prozent. Auch die Preise für Eigentumswohnungen werden weiter steigen. Während sie in den A-Städten von 2009 bis heute um 43 Prozent nach oben kletterten, sollen sie bis 2018 um weitere sechs Prozent steigen. Wegen niedriger Zinsen ist der Wohnungskauf aber nach wie vor erschwinglich. Das Investmentrisiko ist gering und könnte höchstens auf mittleres Niveau steigen, wie die Daten der HSH Nordbank belegen.

Nachfrage nach Wohnungen übersteigt Angebot

Weiter zeigt die Studie der HSH Nordbank, dass bis 2018 nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch in den B- und C-Städten der Wohnungsbedarf wachsen wird. Als Reaktion auf die Wohnungsknappheit weichen immer mehr Wohnungssuchende auf die Vororte aus. Der Trend zur Suburbanisierung sorgt immerhin dafür, dass sich viele Deutsche nach wie vor den Traum vom Eigenheim erfüllen könnten, denn an den Top-Standorten fehlt hierzu der Platz. Im Gegensatz zu anderen Marktbeobachtern hat die HSH Nordbank darauf verzichtet, die Zahlen der Studie aufgrund der Flüchtlingszahlen anzupassen. Nach Expertenmeinung ist noch unklar, wie viele Flüchtlinge bleiben und welche Wohnungen sie bräuchten.