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22 12 2016
Brandenburgische Städte profitieren von Berlin-Wachstum

Die Bevölkerung der deutschen Hauptstadt wächst beständig. Gleichzeitig steigen die Preise für Immobilien und Grundstücke aufgrund der hohen Nachfrage und des geringen Angebots. Aktuell leben in Berlin 3,5 Millionen Menschen, bis 2030 sollen es gut 3,7 Millionen sein. Der Wohnraum in der Bundeshauptstadt wird daher in absehbarer Zukunft knapp und teurer bleiben. In den vergangenen zehn Jahren sind die Mieten in Berlin um 55 Prozent gestiegen. Auch Käufer von Wohnungen in Berlin müssen mehr pro Quadratmeter bezahlen. Durchschnittlich sind die Preise um 75 Prozent im Vergleich zum Jahr 2004 gewachsen. Die Situation in Potsdam ist ähnlich.

Die Mieten in der brandenburgischen Landeshauptstadt sind innerhalb von zehn Jahren um ein Drittel gestiegen und die Kaufpreise seit dem Jahr 2004 um mehr als 33 Prozent. Für Mieter und Käufer werden daher Städte in der brandenburgischen Provinz zunehmend interessanter. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2016 der TAG-Immobilien AG hervor.

Starker Zuzug aus der Hauptstadt

In den brandenburgischen Städten Nauen (Havelland), Brandenburg an der Havel, Eberswalde (Barnim) und Strausberg (Märkisch-Oderland) ist bereits ein starker Zuzug aus der Hauptstadt zu spüren. Dabei ist die  Anbindung an die Metropole von besonders großer Bedeutung. Je besser die Verkehrsverbindung nach Berlin ist, desto attraktiver der Standort. So wächst beispielsweise die Bevölkerung in Nauen seit dem Jahr 2003 und soll bis zum Jahr 2030 um weitere 1,8 Prozent ansteigen. Um diesen Trend zu unterstützen, wird aktuell über den Ausbau des Schienennetzes, der eine schnellere Taktung der Züge erlauben würde, diskutiert. Sogar ein eigener S-Bahnanschluss ist nicht ausgeschlossen. Die zunehmende Popularität lässt sich auch in den Miet- und Kaufpreisen ablesen. Zwischen den Jahren 2011 und 2016 sind die Mieten durchschnittlich um mehr als 28 Prozent gestiegen, die Kaufpreise um 6,6 Prozent.

Die größten Preissteigerungen in den brandenburgischen Mittelstädten konnte jedoch Strausberg verzeichnen. Hier stiegen die Mieten in den letzten vier Jahren um mehr als 30 Prozent und die Kaufpreise für Wohneigentum um 33,8 Prozent. Trotzdem sind Mietniveau und Kaufpreise von Wohnungen im Vergleich zum nahegelegenen Berlin moderat. TAG geht davon aus, dass es immer mehr Menschen in den nahen und weiteren Speckgürtel von Berlin und Potsdam ziehen wird. Das macht Städte in der zweiten Reihe wie Strausberg, Nauen oder Eberswalde zu attraktiven Wohnalternativen. Weil Berlin weiter wächst, erhöhen sich daher auch die Wachstumschancen für kleinere Städte und Gemeinden im Umland. Die positive Entwicklung in den brandenburgischen Städten ist zum Teil der allgemein günstigen Wirtschaftslage zu verdanken, aber vor allem der relativen Nähe zur Metropole Berlin und ihrer guten Erreichbarkeit. Dadurch zieht es immer mehr Berliner aus der teuren Stadt in die günstigere Peripherie.